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Moers
Junge Kultur aus der Zukunftsbaracke

Moers: Junge Kultur aus der Zukunftsbaracke
Bei der Programmvorstellung: Beatboxer Carlos Howard (links), Musikerin Miredah (mit Gitarre) sowie (von rechts) Robert Hüttinger (Schlosstheater), Mathias Klaft-Turnau (Die Box), Holger Runge (Schlosstheater), Iulia Criacunescu (Die Box) und Kulturdezernent Wolfgang Thoenes. FOTO: KLaus Dieker
Moers. Die siebte Ausgabe der Jugendkultur-Woche "Moving Moers" dockt an das Theaterfestival "Westwind" im Schlosstheater an. Ein Container im Schlosspark wird vom 19. bis zum 23. Juni zum Treffpunkt von Kunst und Kultur. Von Josef Pogorzalek

Das siebte Moving-Moers-Festival ist anders als sonst: Die Veranstalter verknüpfen es mit dem vom 17. bis zum 23. Juni im Schlosstheater laufenden Jugendtheater-Treffen "Westwind", Motto: "Moving Moers trifft Westwind". Ein Container im Schlosspark vor dem Schlosstheater wird zur "Zukunftsbaracke" umfunktioniert und bildet die Kulisse für junge Kunst und Kultur aus Moers.

Seit 2011 sind bei Moving Moers Kinder und Jugendliche aufgerufen, sich kreativ zu betätigen - diesmal vor allem an der Zukunftsbaracke am Schlosstheater, das mit dem Kulturbüro Moers, der Bibliothek, der offenen Jugendeinrichtung "Die Box", dem Bollwerk 107, dem Jugendzentrum Zoff sowie dem Rock-It-Team "Moving Moers trifft Westwind" veranstaltet. In dem Container wird es zwischen Montag und Freitag übernächster Woche täglich zwischen 17 und 19 Uhr ein Programm und Mitmachaktionen geben.

Zum Start lesen am 19. Juni Mädchen und Jungen der Moerser Jugendbuchjury Texte zum Thema Zukunft. Am Dienstag, 20. Juni, zeigen Gruppen, was in der jungen Moerser Tanzszene los ist. Mit dabei sind "Aire Andaluz" mit Flamenco, "New Generation" mit Dancehall und "Bboy Fady" mit Breakdance. Besucher, die Lust verspüren, sich selbst zu bewegen, dürfen an einem Dancehall-Workshop teilnehmen.

Nicht nur gucken und hören, sondern mitmachen sollen möglichst viele auch am Mittwoch, 21. Juni, wenn Carlos Howard ins Beatboxen einführt. Dies ist das Nachahmen von (Perkussions- und Schlag-)Instrumenten mit Mund und Mikrofon und kommt ursprünglich aus dem Hip-Hop. Inzwischen hat sich das Beatboxen aber verselbstständigt. "Das ist eine Kultur, in die jeder einsteigen kann", versicherte gestern Carlos Howard. "Wer quasseln kann, kann auch Beatboxen." Der Moerser hat Projekte mit Jugendlichen in der Mattheck durchgeführt, zuletzt hat er beim Moers-Festival Kindern und Jugendlichen gezeigt, wie Beatboxen geht. "Das hat gut funktioniert."

Musikalisch geht es am Donnerstag, 22. Juni, weiter. Dann wird die Zukunftsbaracke zum Podium für junge Singer-Songwirter. Zu hören sind Sandrine Lisken, Frey, Hannah Stienen, Christian Apel sowie Miredah, eine 22-jährige Moerserin, die mit der Band "Brave New World" Alternative Rock macht und auch solo mit selbst geschriebenen Liedern auftritt. "Musik ist das einzige, was ich kann und was ich will", sagte gestern Miredah, die an der Moerser Musikschule klassisch unterwegs war, bevor sie Pop und Rock für sich entdeckte. Jetzt bereitet sie sich auf ein Musikstudium in Düsseldorf vor. "Ich möchte mit meinen Liedern etwas ausdrücken", sagte Miredah. Musik laufe heutzutage oft nur nebenbei. Sie möchte, dass die Menschen ihr zuhören.

Die Mitmachaktion dreht sich an diesem Tag ums "Light Painting", eine Fototechnik, bei der "Lichtgemälde" entstehen.

"Moving Moers trifft Westwind" endet am Freitag, 23. Juni mit - wer's wissen will, muss vorbeikommen. Angekündigt ist ein Überraschungsprogramm.

Quelle: RP
 
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