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Moers
Junges Duo spielt Melodien aus sechs Jahrhunderten

Moers. Zur fünften nachweihnachtlichen Neujahrskonzert lud die evangelische Kirchengemeinde Scherpenberg am Sonntag in die Christuskirche. 50 Zuhörer folgten der Einladung und lauschten aufmerksam der rund 60-minütigen Darbietung von Helena Duven am Violoncello und David Schlünkes an der Konzertgitarre. Auf dem Programm standen bekannte und weniger bekannte Melodien aus sechs Jahrhunderten. Die musikalische Zeitreise reichte von Werken aus der Renaissance bis zur Gegenwart und enthielt Original-Partituren sowie einige spezielle Arrangements. Den Kontakt zur Kirchengemeinde brachte Schlünkes mit, denn der gebürtige Moerser ist dort nach wie vor Gemeindemitglied. Über ihn und den Gemeindeorganisten Markus Theising kam der Auftritt bei diesem Traditionskonzert zustande.

Zum Auftakt wählte das Duo den "Winter" aus Antonio Vivaldis "Vier Jahreszeiten"-Zyklus. Dieser diente als "Mottogeber des Abends", wie Schlünkes es formulierte, denn "nach dem Feiertagsstress tut es gut, etwas zur Ruhe zu kommen und Besinnlichkeit einkehren zu lassen für die Zeit zwischen den Jahren."

Duven und Schlünkes kennen sich von ihrem Studium der Schulmusik an der Hochschule für Musik und Kunst in Köln. Zuvor hatte Duven ihr Studium für Violoncello und Schlünkes seines für Gitarre dort absolviert. Der Auftritt in Scherpenberg war ihr erster offizieller. Vielleicht war das der Grund, da sich manche Ungenauigkeit bis Unsauberkeit im Cellospiel (so bei "Air") beziehungsweise leichte Unsicherheit und Unachtsamkeit beim Gitarrenspiel (so bei "Frog Galliard") einschlichen. Nach dem ersten Konzertblock aus Renaissance- (Vivaldi und John Dowland) und Barockmusik (Johann Sebastian Bach) folgte ein dreiteiliger französischer Konzertblock, bestehend aus Kompositionen von Camille Saint-Saens, Erik Satie und Jules Massenet. Noch überboten wurde diese sowohl vom sogenannten Walzer-Konzertblock mit Peter Tschaikowskys und Antonio Lauro.

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