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Rheurdt
Keine Windräder auf den Höhen und an der B 9

Rheurdt. Die Einwendungen der Gemeinde Rheurdt gegen neue Flächen für Windräder haben offenbar Erfolg gehabt. In dem revidierten Entwurf für den Regionalplan der Bezirksregierung Düsseldorf sind zwei von vier Arealen, die als Vorrangflächen für Windenergie vorgesehen waren, nun aus der Planung herausgenommen worden. Hans Hugo Papen aus Rheurdt, der für die CDU im Düsseldorfer Regionalrat sitzt, hatte gegenüber unserer Zeitung bereits erklärt, die umstrittene Fläche auf dem Höhenzug sei vom Tisch.

Das bestätigte gestern auch die Rheurdter Verwaltung. "Auch eine weitere Fläche, die sich an der Grenze zu Kerken, östlich der Bundesstraße 9 befindet, ist nun nicht mehr als Vorrangfläche für Windräder ausgewiesen", sagt Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen.

Im Regionalplan geblieben sind zwei kleinere Flächen, eine davon liegt in der Nähe des Oermter Berges an der Grenze zur Gemeinde Issum, eine weitere in der Nähe der südlichen Rheurdter Ortschaften Lind und Neufeld, nicht weit von der Autobahn 40. Ermittelt wurden die jeweiligen Vorranggebiete durch den Windenergieatlas, der die günstigsten Lagen für eine Nutzung des Windes verzeichnet. Vor allem der Gedanke, dass auf dem Höhenzug, dem landschaftlichen Juwel der Gemeinde Rheurdt, Windräder mit einer Höhe von bis zu 200 Metern entstehen könnten, hatte im Gemeinderat für Bestürzung gesorgt.

Viele Rheurdter dürften auch beruhigt darüber sein, dass die Landesregierung im Zusammenhang mit dem neuen Landesentwicklungsplan ein klares Nein zum Fracking ausgesprochen hat. Im Westen der Gemeinde gehört eine Fläche zum so genannten Aufsuchgebiet der Wintershall Holding in Kassel, einer Tochter der BASF. Fracking ist eine Tiefbohrtechnik, um Erdgas und Erdöl zu fördern. Kritiker warnen vor schweren Umweltschäden durch diese Methode.

(s-g)
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