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Moers
KG Humorica begrüßt ihre neuen Senatoren

Moers. Mit einem dreifach kräftigen "Arsch hoch" begrüßen die Senatoren der Karnevalsgesellschaft Humorica Neulinge. Das war auch am Samstagabend bei Thomas Schwier und Stefan Langhanki so, nachdem sie von Senatssprecher Eckhard Brotte zu Senatoren ernannt worden waren. Von Peter Gottschlich

Zuvor hatte Erwin Emmich eine Laudatio auf Thomas Schwier gehalten, der ihn auch als Senatspräsident vorgeschlagen hatte. Der 47-Jährige habe nach einer Lehre als Werkzeugmacher in der Fahrschule seines Vater Franz Schwier ein neues Berufsbild erlernt. "Er meint, er sei seitdem Steuerberater, denn er berät beim Steuern", sagte der Laudator beim Senatorenball im Martinsstift. "Dies zeigt seine Kreativität. Ich habe es allerdings versäumt, ihn zu fragen, welchen Beruf ich ausübe. Ich bin dann wohl ein Steuervermeidungsberater."

Von seinem ursprünglichen Beruf sei nur noch das Polieren erhalten geblieben, nachdem er 1999 die Fahrschule übernommen habe. "Sämtliche Autos sind stets pikobello sauber und auf Hochglanz poliert", meinte der Laudator zum jüngsten Mitglied des "Ältestenrates". Thomas Schwier bedankte sich und erzählte die Geschichte, wie er sich am Samstag auf die Suceh nach einem weißen Dinnerjacket gemacht habe, das die Senatoren tragen. Er sei in die Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf gefahren, um keines zu finden. Dann sei er in Moers fündig geworden, wo er das Zweit-Jackett von Senatssprecher Eckhard Brotte ausgeliehen habe.

Noch etwas hintersinniger war die zweite Laudatio, die von Ludwig von Hormesfelder, alias Enni-Geschäftsführer Lutz Hormes, vor 70 Jecken gehalten wurde. Er stellte den Architekten Stefan Langhanki mit seinem fiktiven Erstlingswerk "Vom Sein zum Stein - mein langer Weg zur Narretei" vor. Nach seinem Abitur in Homberg habe der heute 52-Jährige in Essen Architektur studiert und nebenbei als Bauhelfer gearbeitet. Dort habe er schnell gelernt, "rechtzeitig Nachschub an lebenswichtigen Kaltgetränken heran zu schaffen, ohne die bekanntlich kein Bauwerk planmäßig fertig" werde. Damit sei er hinter dem Polier zum zweitwichtigsten Mann auf den Baustellen aufgestiegen.

Mit dem selbstverdienten Geld habe er sich einen Ford Escort RS 2000 und später einen Alfa Romeo GT gekauft, um die "Distanz zwischen Studien- und Wohnort schneller zu überwinden". 1994 habe er das väterliche Architekturbüro übernommen und seine Ehefrau Britta kennengelernt, der er "nach kurzer Überlegung" fünf Jahre später das Ja-Wort gegeben habe. Das Leben, so Hormes, sei "manchmal kaum anders zu ertragen, als es humorvoll und von seiner närrischen Seite aus zu sehen."

Quelle: RP
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