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Moers
Kirchenkreis-Delegation besucht Ruanda

Moers. Seit 31 Jahren gibt es eine Partnerschaft mit der Presbyterianischen Kirche des afrikanischen Landes.

Viele Frauen arbeiten in Ruanda auf dem Bau und in anderen Berufen, die bei uns als Männerdomäne gelten: Diese und weitere neue Erkenntnisse nahm eine Delegation des Kirchenkreises Moers mit von einer achttägigen Reise zu ihrem Partnerkirchenkreis der Presbyterianischen Kirche aus in Ruanda (EPR).

Ende Oktober war die Delegation vom Niederrhein in das afrikanische Land gereist, mit dem den Kirchenkreis Moers seit 31 Jahren eine Partnerschaft verbindet, die durch gegenseitige Besuche gepflegt wird. Auszüge aus dem vielfältigen Programm: Die Besucher sahen eine Kirche, die von Jugendlichen errichtet wird. Auf diese Weise erlernen die jungen Menschen den Beruf des Maurers oder Schweißers erlernen. Sie verschaffte sich zudem einen Eindruck von der Baustelle im Stadtteil Gisozi, wo die Partnerschaftsarbeit des Kirchenkreises seit drei Jahren den Bau eines Gemeindezentrums unterstützt. Sie lernten ein Projekt zur Wasserversorgung im trockenen Süden des Landes kennen und besichtigten das Dorf Kinihira, wo engagierte Schulkinder des Julius-Stursberg-Gymnasiums mit ihren gesammelten Spenden ein ganz besonderes Projekt unterstützen. Durch verschiedenste Fundraising-Aktionen der Schüler-AG konnte die Gemeinde ein Grundstück erwerben, auf dem ab Januar eine dringend benötigte Grundschule entstehen kann.

"Die Reise hat uns die Vielfalt der Herausforderungen gezeigt, vor denen unsere Partnerregion steht", sagt Christian Berges, als Vorsitzender des Ruanda-Ausschusses im Kirchenkreis Moers Mit-Organisator der Reise. In der Region um die boomende Hauptstadt Kigali explodierten die Preise, hohe Bau- und Lebenshaltungskosten sorgten für zunehmende Flucht aus der Stadt, Armut und Trockenheit prägten die ländlichen Regionen. Überall im Land sei eine hohe Arbeitslosigkeit ein Problem. Der Besuch bei der Partnerkirche stimmt Berges dennoch hoffnungsvoll: "Unsere Partnerkirche hat gezeigt, wie sie sich diesen Herausforderungen stellt und wir haben viele Ideen erhalten, wo und wie wir helfen können."

Quelle: RP
 
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