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Rheurdt
Bürgermeisterwahl: Kleinenkuhnen im Amt bestätigt

Fotos: Klaus Kleinenkuhnen ist Bürgermeister von Rheurdt
Fotos: Klaus Kleinenkuhnen ist Bürgermeister von Rheurdt FOTO: Siegfried Wensierski
Rheurdt. Klaus Kleinenkuhnen bleibt Bürgermeister von Rheurdt. 79,43 Prozent der Wähler haben ihn im Amt bestätigt. Er war der einzige Kandidat. Rund ein Fünfter aller Wähler stimmte allerdings gegen den CDU-Politiker. Von Markus Plüm

Gegen 19.15 Uhr brandete im Rheurdter Rathaus Jubel auf. Denn soeben wurde das vorläufige Endergebnis der Bürgermeisterwahlen in der Gemeinde verkündet. Das Ergebnis ist nicht überraschend: Der alte Bürgermeister ist auch der neue. Klaus Kleinenkuhnen, der ohne Gegenkandidaten erneut zur Wahl angetreten war, erhielt gestern 79,43 Prozent der Stimmen. Anlass zur Sorge bereitete hingegen die Wahlbeteiligung, denn nur 42,41 Prozent der Wahlberechtigten Rheurdter fanden am Sonntag auch den Weg an die Urne.

Trotzdem konnte der von der CDU nominierte Amtsinhaber sein Ergebnis der Bürgermeisterwahlen von 2009 leicht verbessern. Damals entfielen 78,5 Prozent der Stimmen auf Kleinenkuhnen. Dementsprechend zufrieden zeigte er sich nach Verkündung der neuesten Wahlergebnisse: "Ich freue mich natürlich über das noch einmal bessere Ergebnis als vor fünf Jahren. Das werte ich als klare Zustimmung und Auftrag für die Zukunft."

Auf insgesamt 1877 von 2363 gültigen Stimmzetteln entschieden sich die Wähler für ein Kreuz bei "ja". Schließlich konnten die Wähler Kleinenkuhnen mit einem "nein" ihre Zustimmung auch verweigern. Vor sechs Jahren hatte sich Kleinenkuhnen zumindest noch eine Gegenkandidaten und setzte sich damals deutlich gegen die Herausforderin Elke Währisch-Große von den Grünen durch. Die Abwesenheit eines Gegenkandidaten in diesem Jahr war nach Ansicht des CDU-Fraktionsvorsitzenden Robert Peerenboom letztlich auch mitentscheidend für die enttäuschende Wahlbeteiligung: "Um 16 Uhr hatten wir eine Wahlbeteiligung von knapp 38 Prozent. An sich ist Rheurdt für eine hohe Wahlbeteiligung bekannt, aber die in diesem Jahr fehlende Wahl im eigentlichen Sinne, also die zwischen zwei Kandidaten, hat wohl eher dafür gesorgt, dass viele zu Hause geblieben sind."

Kleinenkuhnen selbst stimmte die Wahlbeteiligung ebenfalls nachdenklich: "Ich hatte auf eine größere Beteiligung gehofft. Denn je breiter die Basis der Zustimmung, desto größer ist auch die Legitimation meines Amtes. Es gibt Länder, wo Menschen für das Recht auf Wahlen ihr Leben lassen. Daher müssen wir hier wieder an die Menschen herankommen und ihnen klar machen, dass es wichtig ist, was vor Ort passiert."

Das sieht auch Robert Peerenboom so: "Kleinenkuhnen ist ein wahrer Glücksgriff für Rheurdt, seine Arbeit hat Hand und Fuß. Wir haben gemeinsam hier vor Ort schon viel angeschoben und werden uns nun darum kümmern, den Dorfentwicklungsplan umzusetzen. "  

 

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