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Moers
Klaviermusik zum Träumen und Verweilen

Moers. In der Reihe "Caféhauskonzerte" können sich Moerser Musikschüler in entspannter Atmosphäre präsentieren.

Der Blick schweift nach draußen in den grauen Februarhimmel. Regen perlt an den großen Scheiben des Café Lyzeum herab. Menschen mit Regenschirmen, Autos und Busse bevölkern den Königlichen Hof. Flankiert wird die Szene vom umrüsteten Postgebäude gegenüber, das dem Grau des Himmels in nichts nachsteht. Die Gedanken gehen auf Reisen, denn bei den Pianoklängen, die das Café erfüllen, lässt sich herrlich in melancholischen Gefühlen schwelgen oder vom Frühling träumen. Manche Gäste genießen ein leckeres Stück Kuchen und einen Cappuccino, einige lauschen bei einem Gläschen Wein.

Der junge Mann, der an diesem Samstagnachmittag sein E-Piano aufgestellt hat, ist Lutz Peter Voss-Queitsch. In der Reihe "Caféhauskonzerte", die der SCI in Kooperation mit der Moerser Musikschule in der "Volksschule" am Hanns-Albeck-Platz veranstaltet, gestaltet er bereits zum zweiten Mal eine musikalische Stunde. Zehn Stücke hat er zusammengestellt und dabei auf eine abwechslungsreiche Mischung von ruhigen und lauteren, heiteren und düsteren Liedern geachtet. Es sind allesamt für Klavier arrangierte Popsongs, denn das ist seit Beginn seines Klavierunterrichts bei Lehrerin Regina Pilarz-Zepf sein Schwerpunkt. Nur bei dem Stück "Tears in Heaven" ist ein klassisches Stück, nämlich der Kanon in D-Dur von Johann Pachelbel, mit eingewoben.

Passend zum Wetter erzeugt das Lieblingslied des 16-jährigen Schülers Voss-Queitsch, "Kiss the Rain" vom japanischen Komponisten Yiruma, eine verträumte Atmosphäre. Neben "I see fire" von Ed Sheeran begeistert auch die kraftvoll-düstere Musik aus dem bekannten Kinofilm "Ziemlich beste Freunde".

Der junge Nachwuchsmusiker freut sich über die Möglichkeit, sich in diesem Rahmen präsentieren und ausprobieren zu können. Zur Unterstützung hat er seine Brüder Leonard und Jendrik sowie weitere Schulfreunde mitgebracht. "Ich möchte Musik auf Lehramt studieren und kann hier üben, vor Publikum zu spielen", erzählt er. Charmant und bescheiden weist er die Zuhörer darauf hin, dass sie sich ruhig unterhalten und Kuchen bestellen sollten.

Ob als Hintergrundmusik zum Kaffeeplausch oder als kleines Konzert, das man bei freiem Eintritt genießen kann: Die wenigen Besucher sind von der Veranstaltung mehr als angetan und würden beim nächsten Mal wiederkommen, erzählen sieRenate Himmelbach hatte für sich und ihre Bekannten extra einen Tisch reserviert. Sie findet es schade, dass nur wenige gekommen sind. Die Rentnerin meint: "Es ist eine tolle Gelegenheit von Begegnung zwischen Jung und Alt. Außerdem gibt es keinen schöneren Ort, um nach einem Stadtbummel auszuruhen und zu verweilen." Am Sonntag, den 10. April um 11 Uhr wird Sarah Lerner klassische Klänge als "Klaviermusik zum Frühstück" erklingen lassen.

(rauh)
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