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Moers
Kleingärtner laden ein zum "Tag des Gartens"

Moers: Kleingärtner laden ein zum "Tag des Gartens"
Sie feiern am Samstag mit (v.l.): Gisela Blum, Bernhard Haßhoff, Renate Winkelmann (Vorsitzende des Niag-Gartenvereins) und Gabi Jansen. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Zum 75. Geburtstag ihres Vereins richten die Niag-Kleingärtner am Samstag die Veranstaltung für den Stadtverband aus. Von Jutta Langhoff

Die Moerser Kleingärtner freuen sich auf diesen Samstag. Denn dann veranstaltet der Stadtverband der Kleingärtner wieder seinen beliebten "Tag des Gartens". Der 1989 gegründete Verband vertritt zurzeit rund 450 Kleingärtner in zehn Moerser Kleingartenvereinen. Die meisten davon gab es jedoch schon vor der Verbandsgründung.

So auch den Niag-Kleingartenverein in der Heinrichstraße 45a. Er wird in diesem Jahr stolze 75 Jahre alt und ist deswegen am Samstag, 11. Juni, zum ersten Mal offizieller Gastgeber des alljährlichen Moerser Gartentages. Eine aufregende Angelegenheit für die dortigen Pächter. Gefeiert wird in der aus insgesamt 24 Parzellen bestehenden Anlage zwar öfter, aber da ist man in der Regel nur unter sich. Diesmal haben sich jedoch zusätzlich zu zahlreichen Vertretern der örtlichen Politik noch acht Abgesandte des befreundeten Stadtverbandes der Kleingärtner aus der thüringischen Stadt Suhl angemeldet, die es sowohl in gärtnerischer als auch in geselliger Hinsicht zu beeindrucken gilt.

"Wir rechnen an diesem Samstag mit etwa hundert Gästen, aber wie viele tatsächlich kommen, wissen wir ehrlich gesagt nicht", sagt die Vorsitzende des Niag-Gartenvereins Renata Winkelmann. Um 15 Uhr soll's losgehen. Da gibt es zur Einstimmung im und je nach Wetter auch vor dem vereinseigenen Clubheim erst einmal einen großen Kaffeeklatsch mit selbst gebackenen Kuchen und anderen Leckereien. Um 17 Uhr wird Renata Winkelmann das Fest dann mit einer kleinen Begrüßungsrede eröffnen und das Mikrofon anschließend an eine ebenfalls bis jetzt noch unbekannte Anzahl von Jubiläumsgratulanten weitergeben. Danach beginnt ab 18 Uhr mit Live-Musik, Tanz, heißen Grill-Spezialitäten und kühlen Getränken der gesellige Teil des Abends.

Dabei dürfte wahrscheinlich so manch ein Gespräch mit dem Satz "Weißt du noch damals?" beginnen. Wie in vielen Moerser Kleingartenanlagen liegt das Durchschnittsalter der Pächter auch bei den Niag-Kleingärtnern eher im Rentenbereich. "Damals waren die Gärten hier ausschließlich für Mitarbeiter der 'Straßenbahn Moers-Homberg GmbH', der Vorgängerin der heutigen Niag, vorbehalten. Und der Versorgung der Pächter mit Obst, Gemüse und Kartoffeln", erinnert sich der 82-jährige ehemalige Vereinsvorsitzende Fritz Blum noch gut. Außerdem mussten Nutztiere wie Hühner oder Kaninchen gehalten werden. "Was machst du denn da? Da müssen doch Kartoffeln hin", hatte sich damals so manch ein Pächter anhören müssen, der lieber ein Stück Rasen haben wollte. Heute ist man da nicht mehr ganz so streng. Die Regelung "ein Drittel Nutzpflanzen, ein Drittel Rasen, ein Drittel Blumen" gilt jedoch nach wie vor. Tiere dürfen dagegen - bis auf Bienen - nicht gehalten werden.

Nachdem Kleingärten längere Zeit aus der Mode gekommen waren, scheint sich in den letzten Jahren eine Art Trendwende zu vollziehen. Vor allem junge Familien zeigten zunehmend wieder Interesse am Gärtnern, weiß Renata Winkelmann zu berichten. "Den jungen Leuten geht es vor allem um gesundes Gemüse, aber auch darum, ihre Kinder mit dem Wachsen und Werden in der Natur vertraut zu machen." Ein erfreulicher Trend, wie sie und ihre Vereinsfreunde finden. "Das verjüngt unseren Verein ganz wunderbar", sagt Fritz Blum.

Quelle: RP
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