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Rheurdt
Kreis will keine Windräder in Waldgebieten

Rheurdt. Auch eine Fläche in Rheurdt könnte laut Regionalplanentwurf mit den Anlagen bebaut werden.

Windkraftanlagen mitten im Wald - für viele Naturfreunde ist das eine unerträgliche Vorstellung. Doch gibt es im Gebiet des Kreises Kleve laut dem Entwurf für den neuen Regionalplan der Bezirksregierung mehrere Flächen, auf denen dies wahr werden könnte. Dazu gehört auch ein Areal in Rheurdt (Sternenbusch).

Für besondere Aufregung im Nordkreis sorgt die Möglichkeit, dass im Reichswald bei Kranenburg Windräder entstehen könnten. Weitere Kommunen, in deren Waldbeständen das theoretisch geschehen könnte, sind Goch (Pfalzdorfer Heide), Weeze (Vorselaer), Kevelaer (Schwarzes Bruch), Issum (Bönninghardt) und Geldern (Steprather Heide, Loerheide und Sevelener Heide).

Der Kreis Kleve hat jedoch nun eine Stellungnahme abgegeben, die sich deutlich gegen diese Pläne wendet. Unter anderem führt der Kreis aus, dass wichtige Schutzgüter wie Wald, Boden und Wasser generell nicht durch Windenergieanlagen nachhaltig beeinträchtigt werden dürfen. Sie sollten aus unterschiedlichen Erwägungen möglichst nicht in Schutzgebieten, auf exponierten Flächen, in landschaftsgebundenen Erholungsräumen, im Weichbild der Städte und Gemeinden sowie im Wald erfolgen, so die Behörde, und ergänzt: Auch eine räumliche Ballung von Windenergiebereichen sollte vermieden werden.

Die Kreisverwaltung weist auch darauf hin, dass der Niederrhein bereits eine hohe Zahl an Windrädern habe, während in anderen Regionen noch unberührte Natur herrsche. Der Kreis Kleve habe sein Soll an alternativer Energie bereits erfüllt. Ähnliches gilt für die Gemeinde Rheurdt: Auch hier hat die Verwaltung mehrfach daran erinnert, dass bereits viele Windkraftanlagen auf dem Gemeindegebiet stehen.

Bürgerinitiativen haben viel konkretere Sorgen: Sie befürchten, dass die Räder in Brand geraten können. Dass dies durchaus passieren kann, zeigt der Fall einer Windkraftanlage bei Isselburg, die Ende August in Flammen aufging. Rotorblätter brachen ab, Löscharbeiten waren in der Höhe nicht möglich, die Einsatzkräfte konnten nur ein "kontrolliertes Abbrennen" überwachen.

Quelle: RP
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