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Rheurdt
Kreisumlage: Kleinenkuhnen beklagt steigende Kosten

Rheurdt. Vor allem die Umlage für die Jugendarbeit sei enorm gewachsen, kritisiert der Rheurdter Bürgermeister.

Ist die Kreisumlage des Kreises Kleve für die Städte und Gemeinden eine große Belastung oder ein vergleichsweise leichtes Bündel? Dazu gibt es in Rheurdt verschiedene Meinungen. Kreistagsmitglied Hans-Hugo Papen (CDU) hatte auf Äußerungen von Kämmerer Marcell Schüren in dessen jüngster Haushaltsrede reagiert und darauf verwiesen, dass die Umlage im Kreis Kleve eher moderat sei.

Nun äußert sich Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen zu diesem Thema. Die Aussagen Papens, dass sich die Kreisumlage "positiv verändert" habe, ist in seinen Augen nicht richtig.

Die Kreisumlage wird von den Kommunen jährlich an den Kreis gezahlt, sie setzt sich zusammen aus einer allgemeinen Umlage, der Mehrbelastung für Gemeinden ohne eigenes Jugendamt, der Mehrbelastung für den Öffentlichen Personennahverkehr sowie die Mehrbelastung für schulische Förderzentren.

Auch wenn der Kreis Kleve im Vergleich zu Nachbarkreisen geringere Hebesätze aufweise, schreibt der Bürgermeister, so ändere das nichts an der Tatsache, dass 2017 dadurch Mehrkosten von 160.000 Euro auf den Haushalt der Gemeinde Rheurdt zukämen. "Den größten Anteil an dieser Veränderung trägt die Jugendamtsumlage. Hier betragen die Steigerungsraten in 2016 25,35 Prozent und 2017 sogar 31,27 Prozent gegenüber dem Umlagesatz von 14,87 Prozent für das Jahr 2015", erläutert Kleinenkuhnen. "Die verstärkte Nachfrage nach Tagespflege, das veränderte Nachfrageverhalten der Eltern im Bereich der Kinderbetreuung, ein weiterer Anstieg der Betreuungskosten sowie die steigende Zahl der Kinder und Jugendlichen, die im Bereich der schulischen Inklusion unterstützt werden, sind die wesentlichen Gründe für diese Entwicklung." Fazit: Diese Kostenposition weise damit in den jüngsten drei Jahren eine Steigerung von 60 Prozent auf.

Quelle: RP
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