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Moers
Kulturzentrum mit großer Bandbreite

Moers: Kulturzentrum mit großer Bandbreite
FOTO: Saltmann, Thilo (thl)
Moers. Auch im Jahr 2016 lohnt es sich, beim "Bollwerk 107" am Moerser Bahnhof vorbeizuschauen. Das Programm bietet für jeden Geschmack etwas. Von lokal bis international. Von Kult bis kreativ. Von Ulrike Rauhut

Nach sechs Jahren hat es sich langsam herumgesprochen, dass das Bollwerk 107 der kulturelle Treffpunkt in Moers geworden ist. Doch die Betonung liegt dabei auf dem Wörtchen "langsam". Denn die beiden Kulturreferenten Jons Heiner und Gregor Polzin werden immer wieder gefragt: "Was genau seid ihr eigentlich? Ein Jugendzentrum?" Ihre Antwort: "Wir machen da weiter, wo Jugendzentren aufhören."

Das Kulturzentrum hat viel zu bieten: Neben Konzerten und Festivals gibt es auch Theater und Comedy, Partys und Märkte. Der Schallplattenflohmarkt "Diggin` Vinyl" fand im vergangenen Oktober zum ersten Mal statt und war ein voller Erfolg. "Das Medium Schallplatte erlebt eine Renaissance als Gegenbewegung zum Streamen und Downloaden in digitaler Form", erzählt Polzin. "Am 6. März wird es deshalb schon den zweiten Markt geben." Hier trifft sich nicht etwa der Kern der Vinyl-Sammler-Szene, sondern ein, auch altersmäßig, vollkommen bunt gemischtes Publikum. Man kann für einen Euro Eintritt zwischen 14 und 20 Uhr nach Herzenslust stöbern. Dazu gibt es in der Kneipe nebenan Livemusik. Aber auch außerhalb von Veranstaltungen ist die Kneipe von dienstags bis samstags ein beliebter Treffpunkt, wo man zu einem Bier oder Cocktail und einem leckeren Gericht von der kleinen, aber feinen Karte den Feierabend genießen kann. Neu wird im kommenden Jahr das Format "Kneipenkonzerte" sein. Bereits am 16. Januar um 20 Uhr präsentieren hier "Rawsome Delights" aus Dortmund handverlesene Coverstücke aus Folk, Rock`n`Roll, Jazz und Swing, reduziert auf das Wesentliche: Eine Gitarre und zwei ausdrucksstarke Stimmen. Der Eintritt ist frei.

Die erste Party des Jahres mit Livemusik wird am 23. Januar steigen: Nachdem das Freefall-Festival das Zeitliche gesegnet hat, gibt es eine Auferstehung der Freefall-Band "Le Fly" plus Rock, Pop und Hiphop aus der Konserve. Für 7 Euro (VVK) oder 10 Euro (AK) darf ab 22 Uhr abgetanzt werden. Das erfolgreiche "Rock-It"-Festival für junge Bands aus der Region wird am 20. und 21. Februar fortgesetzt, ebenso gibt es eine neue Ausgabe des Rockabilly-Festivals "Moersquake" am 8. und 9. April. Das Bollwerk-Team hat es auch wieder geschafft, einige internationale Größen zu engagieren. "Wir versuchen Bands nach Moers zu holen, die auf dem Weg nach oben sind. Die demnächst auf großen, internationalen Festivals spielen. Dazu kommt immer eine lokale Band, der wir hier eine Bühne geben wollen", erläutert Heiner das Konzept. Am 12. Februar um 20 Uhr wird beispielsweise der Singer-Songwriter Christopher Paus Stelling aus New York zu Gast sein, zusammen mit "Drawing Circles" aus Bonn.

"Ich habe eine Axt" - so heißt das zweite Soloprogramm von Patrick Salmen, das er am 7. Mai um 20 Uhr in Moers präsentiert (Karten für 13 Euro im VVK). Als einer der besten deutschen Poetry-Slammer erzählt er herrlich abwegige Geschichten über die Absurditäten der Menschheit. Seine sprachliche Kreativität selbst ausloten kann man beim Workshop "Kreatives Schreiben" im Rahmen des Projekts "Freiraum". Der Termin wird im Frühjahr sein. Mit "Freiraum" bietet das Bollwerk jungen Leuten zwischen 16 und 26 die Möglichkeit, einen komplett ausgestatteten Proberaum für erste Gehversuche als Band zu nutzen. Hinzu kommen kostenlose Workshops und Coachings.

Neben den schon bekannten Kneipenabenden kann man am 31. Januar erstmals den "Tatort" im Rudel anschauen. Alle weiteren Termine und Angebote sowie Informationen zur Vermietung der Räumlichkeiten findet man auf der Homepage www.Bollwerk107.de. Auf Facebook.de/Bollwerk107 ist man immer auf dem neuesten Stand.

Quelle: RP
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