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Moers
Kunstprojekte sollen Kulturen verbinden

Moers. Das Bollwerk 107 veranstaltete am Sonntag ein interkulturelles Sommerfest. Von Anna-Lina Heimrath

Kann man Kunst als universelle Sprache nutzen? Das Bollwerk 107 machte am Sonntag den Versuch. Mit einem interkulturellen Sommerfest brachte das Jugend- und Kulturzentrum Menschen verschiedener Nationalitäten zusammen.

Ab Mittag ging das Projekt "Frieden ist eine Kunst" los. Viele kleine Workshops waren auf dem gesamten Geländer verteilt. Dabei steht nicht immer nur der kulturelle Austausch im Vordergrund, sondern hauptsächlich geht es darum, gemeinsam Spaß zu haben. "Das nonverbale Medium der Kunst soll dabei helfen, sich kennenzulernen und Kommunikation zu schaffen", erklärt Gregor Polzin, Kulturreferent des Bollwerk 107. Neben musikalischen Projekten, wie etwa einem Trommelworkshop, gibt es Zeichenkurse und Konzerte. Mit dem Projekt wollen die Mitarbeiter des Bollwerks nicht nur ein Zeichen setzen, sondern auch Berührungsängste untereinander abbauen. "Es ist schön zu sehen, dass der Plan aufgeht", erklärt Gregor Polzin.

Besonders beliebt ist der Graffitiworkshop bei den Jugendlichen. Der 14-Jährige Daniel kommt aus dem Iran und hat schon in seiner Heimat gesprüht. "Wir haben immer unsere Fahrräder besprüht", erklärt er. Jetzt verschönert er mit seinen Freunden die Schallschutzschleusen am Eingang der Konzerthalle. Unter Anleitung von Becker Schmitz, der den Workshop leitet, wollen die Jugendlichen das Wort "Frieden" in verschiedenen Sprachen auf die Wand sprühen. "Ich finde es grundsätzlich super sich zu öffnen und Angebote für Jugendliche zu schaffen", erklärt Becker Schmitz. Alleine das Wetter macht ihm Sorgen, denn bei Regen hält die Farbe nicht. Zur Not wolle er wiederkommen und das Projekt vollenden.

Das interkulturelle Sommerfest konnte dank der finanziellen Unterstützung von Joachim Klein stattfinden. Mit seinem Projekt "Vinylflüchtling" verkauft er CDs und Platten für einen guten Zweck. Er selber war mit einem Stand dabei und ist mit dem Fest zufrieden. "Das Geld sollte hier am Ort verwendet werden und für Freizeitbeschäftigungen genutzt werden", erklärt er. Auch in Zukunft sollen weitere Projekte stattfinden,bei denen die Kunst Menschen verbinden soll.

Quelle: RP
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