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Moers
Lebensmüder springt von Strommast

Moers. Ein schrecklicher Wochenbeginn für Mitarbeiter von Feuerwehr und Polizei in Moers. Gestern Morgen ist um 8.31 Uhr ein 29 Jahre alter Moerser von einem mehr als 30 Meter hohen Strommast in die Tiefe gesprungen. Er war sofort tot.

Die Verzweiflungstag ereignete sich vor den Augen der Rettungskräfte am Tucheler Weg in Rheinkamp. Anwohner hatten um 7.25 Uhr die Polizei alarmiert, weil ein Mann auf einen der Strommasten geklettert war. Polizei und Feuerwehr fuhren zu der angegebenen Adresse und erblickten den Mann auf der Mastspitze. Ein Verhandlungsteam bemühte sich, mit Hilfe eines Megaphons Kontakt zu dem Mann aufzunehmen.

Aufgrund der großen Höhe gestaltete sich das als sehr schwierig. Weil der Mast in einem abgelegenen Bereich stand, fanden sich kaum Schaulustige ein. Zwischendurch meinte eine Mutter einmal, ihren Sohn auf dem Turm zu erkennen, mit dem es kurz zuvor eine familiäre Auseinandersetzung gegeben hatte. Die bangen Minuten hatten erst ein Ende, als es gelang, den richtigen Sohn ans Telefon zu bekommen. Nach über einer Stunde sprang der Mann auf dem Mast schließlich. Er konnte aufgrund eines Personalausweises identifiziert werden.

(ock)