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Moers
Leitungswasser: Enni fühlt sich nach Test bestätigt

Moers. Die jüngste Ausgabe der Stiftung Warentest hat der Wassermeister der Enni, Bernd Kamradt, besonders aufmerksam gelesen. Beim großen Wasser-Check des Verbrauchermagazins schnitt das Wasser aus den bundesweit 28 untersuchten Wasserwerken qualitativ durchweg gut ab. Das teilte die Enni jetzt mit. Einmal mehr zeige sich, dass deutsches Trinkwasser Vergleiche zu Mineralwässern nicht scheuen muss. Für Kamradt sind derartige Erkenntnisse nicht neu. Dennoch freut sich der Wassermeister darüber, dass solche Studien die Arbeit auch seines Teams unterstützen: "Auch wenn Moerser und Neukirchen-Vluyner Bürger den Wasserhahn aufdrehen, sprudelt ihnen nur beste Qualität entgegen."

Als einer der großen Trinkwasserlieferanten am Niederrhein fördert Enni täglich bis zu 25.000 Kubikmeter Grundwasser. Rund sieben Millionen Kubikmeter flossen so alleine im letzten Jahr aus den drei Wasserwerken in Moers-Vinn und Niep-Süsselheide an rund 31.000 Lieferstellen. Die Qualität ist hier stets gut, weil ein Bündel von gewässerschonenden Maßnahmen rund um die Brunnen dafür sorgt, dass Inhaltsstoffe des Grundwassers die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung stets deutlich unterschreiten, so das Unternehmen. Der Nitratwert beispielsweise liege seit Jahren im Enni-Trinkwasser unter 20 Milligramm pro Liter und unterschreite den Grenzwert von 50 Milligramm so deutlich. Erfolgsrezept sei dabei eine enge Kooperation mit den in den Gewinnungsgebieten wirtschaftenden Landwirten. Ein durch das Unternehmen finanzierter und bei der Landwirtschaftskammer Kleve/Wesel beschäftigter Berater hält dabei den Kontakt und unterstützt die Landwirte ohne Ertragseinbußen bei einer gewässerschonenden Landbewirtschaftung, hieß es weiter. Zwei wesentliche Eckpfeiler seien hier der gerade in der vegetationsarmen Zeit betriebene Anbau von sogenannten Zwischenfrüchten und eine konsequente Beprobung der Böden. Gut auch, dass Stallmist und Gülle als Dünger stets auf ihren Nährstoffgehalt untersucht werden. "Dadurch können Landwirte ihn gezielter auf die Felder ausbringen." Zudem setze die Kooperation darauf, gewässergefährdende Pflanzen- und Schädlingsbekämpfungsmittel zu vermeiden und rund um die Brunnen eine extensive Bewirtschaftung der Äcker zu betreiben. In Moers-Vinn seien so auf einer 50 Hektar großen Fläche reine Grünflächen entstanden, auf denen Landwirte vollkommen auf Stickstoffdünger und Pflanzenschutzmittel verzichten.

Quelle: RP
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