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Kreis Wesel
Lossprechungsfeier mit Zukunftssorgen

Kreis Wesel. Klage über Fachkräftemangel beim Fest der Baugewerks-, Dachdecker- und Stuckateur-Innungen.

Die Römische Herberge im Archäologischen Park in Xanten eignete sich perfekt für die feierliche Lehrlingslossprechungsfeier. Die Baugewerks-Innung des Kreises Wesel, die Stuckateur-Innung Niederrhein und die Dachdecker-Innung des Kreises Wesel hatten zur gemeinsamen Veranstaltung eingeladen. In seiner Begrüßung wies der Obermeister der Baugewerks-Innung, Rudolf Rosenberger, auf akuten Fachkräftemangel hin: "Das ist für die Betriebe schlecht, die den steigenden Nachfragen kaum noch nachkommen." Vielfach wechselten Auszubildende nach ihrem Abschluss in andere Branchen, wenngleich das Handwerk sichere Arbeitsplätze böte.

Den Junggesellen riet der Obermeister zur stetigen Weiterbildung. Dass von den 31 Lehrlingen aus drei Innungen nur ein Drittel zur Losspechungsfeier und Zeugnisübergabe gekommen war, bedauerte er sehr. Festredner Raban Meurer knüpfte an Weiterbildung an, die gerade die Computertechnik im traditionellen Handwerk verlange. Auf Erneuerungen im Ausbildungswesen der Dachdecker und die abschließenden Prüfungen wies er hin. "Alle 20 bis 25 Jahre aktualisiert sich das Berufsbild. Wir wollen den Ansprüchen gerecht werden."

Die Lossprechung erfolgte durch Wilhelm Devers, stellvertretender Lehrlingswart der Dachdecker. Die Obermeister Rudolf Rosenberger, Norbert Kehrbusch und Hans-Werner Schumacher überreichten die Zeugnisse und ehrten die Prüfungsbesten. Dazu gehört als Hochbaufacharbeiter Maurer Jan Ebert aus Rheinberg (Ausbildungsbetrieb Landwehrs Hochbau, Kamp-Lintfort). Als bester Zimmerer wurde Lars Esser aus Kleve geehrt (W. Michels, Zimmerei und Holzbau, Kleve). Als bester Ausbaufacharbeiter Stuckateur schloss Robin van Radecke aus Rheinberg ab (Hoffmeister, Rheinberg). Die Gesellenprüfung schafften vier Maurer, drei Hochbaufacharbeiter Maurerarbeiten, zwei Fliesen-, Platten-, und Mosaikleger, ein Ausbaufacharbeiter Fliesen, Platten- und Mosaikleger, zwei Estrichleger, ein Kanalbauer, eine Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice, ein Stuckateur und sieben Dachdecker. Die Gesellenprüfung im Winter bestanden ein Maurer, ein Stuckateur, zwei Zimmerer und fünf Dachdecker.

(sabi)
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