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Moers
Luca ist bald Finne für ein Jahr

Moers. Sonsbecker absolviert Internationalen Freiwilligendienst in einer Kindertagesstätte nahe Helsinki. Von Rita Hansen

"Helsinki heißt Sonnenuntergang", weiß Luca Milan Heinrichs. Bisher beschränken sich seine finnischen Sprachkenntnisse auf dieses Wort, wie er lachend zugibt. "Aber es ist ja eine deutsch-finnische Einrichtung, in die ich gehe. Da wird es mit der Sprache schon klappen." Ein paar Tage bleiben noch, um den Wortschatz bis zu seinem Abflug Ende August etwas auszubauen. Der Sonsbecker beginnt im September seinen Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) in einer deutsch-finnischen Kindertagesstätte in Kerava. Die Stadt liegt im Süden Finnlands, rund 30 Minuten von Helsinki entfernt. Ein Jahr wird Luca Heinrichs dort mit seinem Kollegen Jarl aus Köln in einer Wohngemeinschaft wohnen und seinen Dienst in der Kita versehen.

"Ich wusste nicht genau, was ich studieren soll", erklärt der 18-Jährige. Etwas mit Menschen möchte er machen, wenn er zurückkommt. Was genau das sein wird, hofft er im kommenden Jahr herausfinden. Das IJFD sieht er als gute Gelegenheit, selbstständiger zu werden. Auf Finnland ist er dabei eher zufällig gekommen. "Ich habe im Internet gesucht und bin dabei auf die Dienste des DRK (Deutsches Rotes Kreuz) gestoßen. Dort habe ich dann die Angebote in den Kitas gefunden. Die in Finnland gefiel mir einfach am besten", berichtet er. Mit der Kälte habe er kein Problem. Wie er mit der Winterdunkelheit umgehen könne, werde sich zeigen. Die Zeit zwischen dem im Juni bestandenen Abitur und Abreise nutzte der Hobbyangler zu einem Praktikum im Sonsbecker DRK-Kindergarten. Zudem engagierte er sich als Betreuer beim Ferienspaß "Ferien ohne Koffer packen". Hinzu kommen die Seminare in Werl und Kirchhellen, die die IJFDler auf ihr Auslandsjahr vorbereiten sollen. Dort lernen sich auch die künftigen WG-Bewohner untereinander kennen. "Das haben die Organisatoren vom DRK prima hinbekommen", lobt Luca Heinrichs das Auswahlverfahren der WG-Genossen. Er kann sich gut vorstellen mit dem Kölner ein Jahr zusammen zu wohnen und zu arbeiten.

"Sich von zuhause abnabeln und die richtige Perspektive für den künftigen Beruf oder das künftige Studium zu finden" sind Gründe für den freiwilligen sozialen Dienst im Ausland. Aber auch die Natur des Landes reizt das Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Sonsbeck. Er möchte viel reisen, um Land und Leute kennenzulernen. Seine neue Heimat auf Zeit, Kerava, ist eine stetig wachsende Stadt im Süden Finnlands nahe Helsinki.

Flächenmäßig ist die Stadt die fünftkleinste des Landes, aber gehört zu den drei am dichtesten besiedelten Städte des Landes. Keravas deutsche Partnerstadt ist Aschersleben.

Quelle: RP
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