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Moers
Malgruppe präsentiert Kunst aus unterschiedlichen Blickwinkeln

Moers: Malgruppe präsentiert Kunst aus unterschiedlichen Blickwinkeln
Irmgard Sczimarowsky, Angelika Niehaus, Brigitte Busz, Gisela Koeters und Heike Berg mit Maler und Mentor Hansfried Münchberg. FOTO: K. Dieker
Moers. Fünf Künstlerinnen der Gruppe Spektrum zeigen mit gut 40 Arbeiten ihre ganz eigene Sicht auf das Leben und die Dinge. Von Sabine Hannemann

"Blickwinkel" haben die Montags-Malerinnen der Gruppe Spektrum ihre Ausstellung genannt. Fünf Malerinnen, die sich zu Wochenbeginn mit Maler und Mentor Hansfried Münchberg zum Malen und zum Austausch in der Moerser Begegnungsstätte "Haus am Schwanenring" treffen, zeigen ihre umfänglichen Arbeiten.

Blickwinkel als Titel scheint gut gewählt, denn ganz unterschiedliche Perspektiven und Malweisen erlebt der Betrachter. Die Künstlerinnen aus Leidenschaft im Alter von 50 bis 90 Jahren nehmen mit in ländliche Gegenden, an die See oder auf Safari. Die Bilder von Irmgard Sczimarowsky, Brigitte Busz, Angelika Niehaus, Heike Berg und Gisela Koeters sorgen für Impressionen, spiegeln Lebenserfahrung, wecken Erinnerungen oder setzen lohnende Impulse, Dinge neu zu überdenken. Um der Themenvielfalt und auch den Gruppenmitgliedern gerecht zu werden, stellen fünf Künstlerinnen aus, die so gezielt ihren Blick auf die Dinge des Lebens geben. Vielfalt und der eigene, individuelle Pinselstrich sind gegeben.

Mit der Eröffnung der Begegnungsstätte "Haus am Schwanenring" Mitte der 1990er Jahre hat sich auch die Malgruppe unter Leitung von Hansfried Münchberg gegründet. Heute sind mehr als 20 Kunstschaffende aktiv und etliche seit der Gründung dem Kreis treu geblieben. "Wir hatten eher wenige Männer", meint Münchberg im Rückblick. Von Talenten, skurrilen Sichtweisen, kreativer Fantasie bis hin zum improvisierten Materialeinsatz spricht Münchberg. Jedes der gezeigten Bilder erzählt eine Geschichte.

Irmgard Sczimarowksy, seit 1995 dabei, bevorzugt Ölfarben für ihre Landschaften und Baumstämme. "Für den Maluntergrund nimmt sie alles, was ihr in die Hände fällt", so Münchberg. Brigitte Busz hat sich bei ihren Arbeiten auf Tusche konzentriert, mischt dann mit Acrylfarben, so bei ihrem Spiegel-Motiv. Sie bannt Störche und Krähen auf die Leinwand.

Angelika Niehaus sorgt für mit ihren Strandkarren und der Vespa für nostalgische Gefühle, ebenso wie mit dem Bild eines noch vor Jahrzehnten üblichen schwarzen Telefonapparates. Heike Berg hält Szenen fest, so eine Safari oder den Leoparden, der sich vom Baum schleicht wie auch Naturmomente, wenn eine Pusteblume auseinanderfliegt. Gisela Koeters mag eher die abstrakte Malweise. Gegenständlich und Blickfang hingegen sind die roten hochhackigen Schuhe, die an eine durchtanzte Ballnacht zu erinnern scheinen. Typisch sind für sie leuchtende Farben, die sich ergänzen oder aber von der Farbe Grau in ihrer Leuchtkraft unterstützt werden. Die Arbeiten sind bis zum 27. April zu sehen.

Quelle: RP
 
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