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Moers
Malteser suchen Nachwuchs

Moers: Malteser suchen Nachwuchs
Jennifer Clayton (links) und Nicole Reulen werben um ehrenamtlichen Nachwuchs für die Malteser. FOTO: kdi
Moers. Wenn man an den Malteser-Hilfsdienst denkt, hat man meistens einen Rettungswagen oder Helfer in roten Jacken vor Augen. Dass dort aber auch viele Menschen im Hintergrund arbeiten, ist weniger bekannt. Mit der neuen Kampagne "#werkanndersoll" sucht der Verein ehrenamtliche Helfer speziell für den Verwaltungsbereich. Von Julia Schüßler

"Wir sind nicht nur Blaulicht", sagt Pressereferentin Jennifer Clayton. Die Malteser seien allerdings ein Verein, der auf ehrenamtliche Hilfe angewiesen ist. Mitmachen könne jeder, der sich engagieren will. "Wir finden für jeden eine Beschäftigung, der Zeit zu verschenken hat", sagt Nicole Reulen, Leiterin der Ausbildung. Angesprochen fühlen dürfen sich damit auch Studenten und Rentner. Denn die Malteser Moers-Xanten suchen zum Beispiel Hausmeister, Pressereferenten und Webmaster. "Wer eine Glühbirne wechseln und Leisten anbringen kann, darf gerne bei uns vorbeikommen", sagt Nicole Reulen.

Studenten können durch das ehrenamtliche Engagement in ihrem Lebenslauf aufbessern. "Bei uns können Studenten praktische Erfahrungen sammeln, die ihnen auch nützen", sagt Nicole Reulen. So könne sich die Medienwissenschaftsstudentin in der Pressearbeit testen und dabei erste Kontakte knüpfen. "Ich habe hier selbst vor sieben Jahren als ehrenamtliche Pressereferentin während meines Studiums angefangen", sagt Clayton. Doch dabei blieb es nicht: Mit der Zeit fand sie sich auch bei Hilfseinsätzen wieder. "Irgendwann konnte ich dann sogar Blut sehen", sagt Clayton und lacht.

Auf der einen Seite ist dieser Erfahrungsgewinn von Vorteil, auf der anderen Seite spiegelt das die Situation der ehrenamtlichen Helfer wider: Zu viele Aufgaben für zu wenig Personal. Die Folge daraus ist, dass der Einzelne immer mehr leisten muss. Da kann ein simples Formular zu einem schwerwiegenden Problem werden: "Unser Bewirtungsformular BR 38 muss ab einem halben belegten Brötchen ausgefüllt werden", sagt Reulen. Das sei unter normalen Umständen schon nervig, in einem Katastrophenschutzeinsatz aber derzeit unmöglich zu bewältigen. "Wir brauchen dort unbedingt eine Entlastung, um uns wieder unseren Kernaufgaben zuwenden zu können", sagt Reulen.

Quelle: RP
 
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