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Moers
Manege frei für die Regenbogenschule

Moers: Manege frei für die Regenbogenschule
Die Kinder der Regenbogenschule haben sich eine Woche auf den Auftritt vorbereitet. Amelie, 7, (hinten) und Lea, 8, bei der Akrobatikvorführung mit Robert (l.) und Mathias Sperlich vom Zirkus. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Eine Woche lang haben die Grundschulkinder für ihren großen Auftritt geübt. Am Wochenende zeigten sie dann ihr Können. "Das Zirkusprojekt stärkt die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein", erklärt Schulleiter Ulrich Hecker. Von Anna-Lina Heimrath

Statt Mathematik, Biologie und Deutsch stand eine Woche lang Akrobatik, Zauberei und Clownerie auf dem Lehrplan der Regenbogenschule. Bei dem Zirkusprojekt der etwas anderen Art durften die Kinder nicht nur zusehen, sondern auch aktiv mitmachen. Schon bei der Generalprobe war klar: Die Vorstellungen werden ein unvergessliches Erlebnis.

Eine Woche lang haben die Kinder für ihren großen Auftritt geübt. Doch bevor es nun losging, musste erst einmal jedes Kind für sich überlegen, welche Gruppe die richtige ist. Doch lieber Clown als Akrobat? "Wechseln ist immer zwischendurch möglich, wenn ein Kind doch nicht in der richtigen Gruppe ist", verrät Schulleiter Ulrich Hecker. Er hat das Projekt vor rund 12 Jahren auf die Beine gestellt. Seitdem ist der "Zirkus Sperlich" ein gerngesehener Gast und stellt alle vier Jahre mit den Kindern ein Projekt auf die Beine.

"Es war mein Wunsch, dass jedes Kind einmal in seiner Schulzeit in einem Zirkus mitmachen kann", sagte Hecker. Doch dabei handelt es sich nicht um einen Mitmach-Zirkus, die Kinder gestalten mit der Hilfe von Zirkusleiter Gerhard Sperlich und seiner Familie das Programm alleine.

"Das Besondere daran ist, dass es sich hier um einen richtigen Zirkus handelt und nur die Kinder und ihr Auftritt im Vordergrund stehen", erzählte Zirkusleiter Sperlich. Zwar geben Sperlich und seine Familie die Ideen vor und helfen den Kindern, aber zum Schluss stehen sie alleine auf der Bühne.

Bei der großen Generalprobe am Donnerstag hatten die Kinder noch einmal die Möglichkeit ihre Nummern vor kleinem Publikum zu zeigen, bevor es dann am Freitag und Samstag mit der richtigen Show losging. Das Zelt fasst ganze 350 Besucher - dementsprechend groß war die Aufregung bei den Grundschülern. "Es ist schon ein komisches Gefühl", verrät die zehnjährige Jule. Sie zeigt eine Trapeznummer mit ihren Freunden. Trotz Lampenfieber ist sie aber von dem Projekt begeistert. "Es kann immer etwas schief gehen, aber ich würde am liebsten öfters beim Zirkus mitmachen", sagt Jule.

Neben dem Aufführen von Kunststücken geht es bei dem Projekt um einiges mehr - der Zirkus erfüllt auch einen pädagogischen Zweck. "Das Zirkusprojekt stärkt die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein, und das merkt man den Kindern auch nach dem Projekt noch an", erklärt Schulleiter Hecker. Ihm kommt es vor allem darauf an, dass die Kinder unabhängig von ihrer Klasse zusammenarbeiten und an dem Projekt Spaß haben.

Ein gutes Miteinander ist auch Zirkusleiter Sperlich wichtig. Er bezieht die Kinder mit ein und schaut, wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Wenn ein Kind doch einmal Angst haben sollte, hat er immer eine Lösung parat. "Wenn etwas schief gehen sollte, haben die Kinder immer noch eine zweite Chance", sagte Sperlich. Sein Tipp gegen Lampenfieber ist der große Applaus, der nach jeder Aufführung kommt. "Dann verschwindet jede Angst."

Quelle: RP
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