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Moers
Mann droht Bürokollegen mit dem Tod

Moers. Ein Versicherungsagent sollte sich jetzt wegen schwerer räuberischer Erpressung vor dem Moerser Schöffengericht verantworten. Der 24-Jährige hatte seinem Bürokollegen mit dem Tod gedroht, falls der ihm nicht 70.000 Euro und sein Auto gebe.

Der Angeklagte legte ein Geständnis ab. Das Ganze habe er aber nicht ernst gemeint, sondern aus Wut gesagt. Das Gericht verlas die Textnachrichten, die zwischen den beiden ausgetauscht wurden. Beschimpfungen, Beleidigungen und Bedrohungen ließen sich nachweisen. Der Angeklagte hatte unter anderem angekündigt: "Du bist tot" und gefordert: "Geld und Auto, sonst mach ich dich platt!"

Vor dem Schöffengericht beteuerte der Angeklagte, dass er seinem ehemals guten Freund, mit dem er in Streit geraten war, niemals etwas angetan hätte. Die Drohungen bewertete er rückblickend als "völlig blödsinnig". Er wisse nicht, wie er überhaupt darauf gekommen sei. Als Motiv nannte er, dass er den 28-Jährigen für seinen beruflichen Absturz verantwortlich gemacht habe.

Der Moerser hatte diese Drohungen sehr ernst genommen und bei der Polizei Anzeige erstattet. Beide Männer gaben allerdings an, der Streit sei unter Einschaltung der Familienoberhäupter inzwischen beigelegt worden. Das Moerser Schöffengericht sprach den 24-Jährigen am Ende frei.

(BL)
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