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Moers
Matinee für die Sponsoren der Musikschule

Moers. Für 17 000 Euro kaufte der Förderkreis der Musikschule Instrumente und bezuschusst Kurse. Von Peter Gottschlich

Ohne Sponsoren ginge es kaum: "Die Mitglieder zahlen zwischen zwölf und 600 Euro, die meisten 50." So beantwortet Wolfgang Fleischer als Vorsitzender des Förderkreises der Moerser Musikschule die Frage, wie hoch der jährliche Beitrag ist. Zu den Beiträgen der 120 Mitglieder kommen Spenden. So stiften Clubs Geld, wie der Rotary Club, der Lions Club oder die Inner Wheels, Unternehmen, wie Copeo, Minrath oder Kolossa, und Geldinstitute, wie die Sparkasse am Niederrhein oder die Volksbank Niederrhein machen auch mit. "2015 konnten wir 17 000 Euro ausgeben", sagt Wolfgang Fleischer. "Wir haben für 10.000 Euro Instrumente gekauft. Dazu haben wir Schulgeld übernommen und besonderen Unterricht."

Am Sonntag bedankte er sich bei allen Unterstützern, die der Förderkreis zu einer Matinee ins Martinstift eingeladen hatte. Mit 160 waren davon doppelt so viele gekommen wie vor zwei Jahren, als der Förderkreis das letzte Mal eine Sponsorenmatinee gegeben hatte, wie in allen geraden Jahren. Bei der Matinee konnten die Besucher sehen, wo der Förderkreis investiert hatte, als 30 Musikschüler klassische und moderne Stücke vortrugen. Zum Beispiel spielte Maximilian Fellermann auf einem Vibraphon die Ballade Tropfen, die von Nebojsa Jovan Zivkovic vertont wurde. Dieses Instrument, das eine südamerikanische Marimba mit Schlagplatten aus Stahl ist, wurde mit Geld des Förderkreises gekauft. Joud Kabbani stellte auf dem Cello "Beim Mondschein" vor, das ein traditionelles französisches Volkslied ist. Als Flüchtling bekommt sie ihr Schulgeld über den Förderverein bezahlt.

Malte Haßelberg gab das Intermezzo aus der Suite für Violoncello zum Besten, das 1926 von Gaspar Cassado expressionistisch komponiert wurde. Wenn er beim Wettbewerb "Jugend musiziert" die Landes- oder Bundesebene erreichte, erhielt er vorher besonderen Unterricht, der vom Förderkreis bezuschusst wird. "Wir holen dann Lehrer ins Haus, die die Schüler besonders vorbereiten", so Musikschulleiter Georg Kresimon. Diesen Sonderunterricht genießt auch Emma Markus, wenn sie beim Wettbewerb "Jugend musiziert" bis zur Landesebene vorstößt, wie erneut in diesem Jahr. Die 16-jährige Querflötistin spielte mit dem Pianisten David Meier den dritten Satz aus der Oper Undine, die von Carl Reinecke vertont wurde.

"Großartig", bewertete nicht nur FDP-Ratsherr und Förderkreismitglied Otto Laakmann. Die meisten hielten diesen Auftritt für einen der Höhepunkte der Matinee, wie das Spiel von Malte Haßelberg und das Finale. Darin stellte das MMS-Orchester Auszüge aus dem Musical West Side Story des Komponisten Leonard bernstein vor.

Quelle: RP
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