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Rheurdt
Maurischer Pavillon öffnet Türen für Besucher

Rheurdt. Erstmals laden die Besitzer zum Tag des offenen Denkmals in ihr besonderes Zuhause in Rheurdt ein. Von Anna-Lina Heimrath

Bereits seit sechs Jahren wohnt Andreas Engelen mit seinem Lebensgefährten Christian Gutmann in dem historischen Maurischen Pavillon in Rheurdt. Gebaut wurde der Pavillon vermutlich im Jahre 1852. "In dieser Zeit gab es große Bautätigkeiten an der Leyenburg", erklärt Andreas Engelen. Die damals große Parkanlage war mit der Burg verbunden. Mittlerweile trennt die Vluyner Straße die beiden Gebäude. Vor sechs Jahren entschlossen die beiden Männer sich, das außergewöhnliche Gebäude zu kaufen und zu renovieren.

In einem Bautagebuch zeigen sie am Tag des offenen Denkmals, wie aufwendig die Umbaumaßnahmen waren. "Wir haben das Ganze quasi als Ruine vorgefunden", erklärt Engelen. Ein ganzes Jahr alleine haben sie den Umbau geplant und dabei versucht, möglichst genau dem Original getreu zu bleiben. So sind der Steinboden sowie die Fenster dem maurischen Stil nachempfunden. Lediglich das Pagodendach und die Treppe blieben unverändert und sind noch im Originalzustand. Auch der Garten musste neugestaltet werden. "Den haben wir allerdings nach eigenen Gedanken angelegt", sagt Engelen. Mit dem Tag des offenen Denkmals wollen die Besitzer ihr Haus für Interessierte öffnen und zugänglich machen.

Im Wohnzimmer warten auf die Besucher einige weitere historische Sehenswürdigkeiten: Reinhold Pieper, Industrial-Designer und ehemaliger Fachlehrer für Design, stellt seine Modellbauten aus. Vom Schloss Bloemersheim bis zur Dorfkirche in Vluyn hat er alles in Miniatur aus Pappe nachgebaut. "Ich baue alles, was mich anspricht und einen historischen Charakter hat", erklärt Pieper. Bereits als Siebenjähriger hat er mit dem Hobby angefangen. "Jetzt bin ich pensioniert und knüpfe an meinen Kindheitstraum an", erklärt er. Auch den maurischen Pavillon hat er in Miniatur nachgebaut. "Für ein Gebäude wie dieses braucht man gute acht Wochen", erklärt er.

Dabei helfen ihm moderne Mittel, wie zum Beispiel Satellitenbilder. Mit denen kann er die Dachkonstruktionen genau betrachten. Nachgebaut hat er den Pavillon, als er noch unbewohnt war.

Quelle: RP
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