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Messerangriff auf 13-Jährigen in Moers
Tatverdächtiger stellt sich der Polizei

Spurensuche nach Messerangriff auf 13-Jährigen
Spurensuche nach Messerangriff auf 13-Jährigen FOTO: Guido Schulmann
Duisburg/Moers. Nach dem Messerangriff auf einen 13-Jährigen in Moers hat sich ein Tatverdächtiger gestellt. Die Kriminalpolizei hatte den 33-Jährigen anhand von Videoaufzeichnungen und Zeugenaussagen identifizieren können.

Der Mann wird zurzeit vernommen. Am Donnerstagabend war seine Wohnung in Moers mit Unterstützung von Spezialkräften durchsucht worden. Dabei konnte er nicht angetroffen werden. Der 33-jährige Tatverdächtige ist ebenfalls Iraker und wohnte mit zwei anderen Irakern in der Wohnung an der Hochstraße im dritten Stock.

Der Junge war am Donnerstagmorgen auf dem Weg zur Schule in Moers-Meerbeck angegriffen worden. Der Täter flüchtete anschließend. Trotz seiner schweren Verletzungen lief der Junge, der aus dem Irak stammt, noch selbst nach Hause und wählte dort den Notruf. Er schwebte nach dem Angriff zunächst in Lebensgefahr, mittlerweile ist sein Zustand stabil.

Junge brauchte Not-OP

Wie Anwohner erzählen, sei die Tat wohl unmittelbar in der Nähe eines Mehrfamilienhauses geschehen, offenbar der Wohnung des Opfers. Ein Rettungswagen brachte den Jungen anschließend ins Krankenhaus. Er musste sofort operiert werden.

Moers-Meerbeck ist eine von vielen kleinen Zechenhäusern geprägte ehemalige Bergarbeiter-Siedlung. Rund 9000 Einwohner leben dort, davon sind mehr als 30 Prozent ausländischer Herkunft. Der Stadtteil ist zum Teil von Leerständen geprägt und kämpft seit Jahren mit Strukturproblemen. "Es gibt einige belebte Straßen auf denen viele Menschen unterwegs sind. Zahlenmäßig stellen wir dort aber nicht mehr Straftaten fest", sagt ein Sprecher der Polizei.

(lsa/rei)