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Moers
Mit diesen Schülern ist zu rechnen

Moers. 200 Schüler aus zehn Moerser Grundschulen beteiligten sich an der zweiten Runde der Mathe-Olympiade. Zwölf von ihnen haben dabei so gut abgeschnitten, dass sie jetzt ausgezeichnet wurden. Von Ulrike Rauhut

Rechnen, Knobeln und um die Ecke denken? Das kann doch jedes Kind - oder?! In Moers können zwölf Dritt- und Viertklässler besonders stolz auf ihre mathematischen Fähigkeiten sein. Sie hatten an der Mathematik-Olympiade der Grundschulen teilgenommen und wurden gestern für ihre hervorragenden Leistungen mit Bronze-, Silber- und Goldmedaillen ausgezeichnet. Die Ehrung fand in Grundschule am Eicker Grund statt.

Besondere Wertschätzung bedeutete für die Kinder, dass Bürgermeister Christoph Fleischhauer gekommen war, um die Medaillen zu überreichen. "Das habt ihr euch auch verdient, denn eure Köpfe haben schließlich ganz schön geraucht beim Lösen der Aufgaben", sagte Fleischhauer. Er verriet, dass er eine besondere Verbindung zu diesem Ort habe, denn genau dort sei er vor 44 Jahren eingeschult worden. Die kleine Feier bekam außerdem einen passenden Rahmen durch die Trommel-AG.

Von rund 200 Kindern aus zehn Grundschulen, die es in die zweite Runde des Wettbewerbs geschafft hatten, standen auf dem Siegertreppchen: Meret Schlömer und Lilly Scheidung (Waldschule Schwafheim), Jule Becker (Grundschule Hülsdonk), Joshua Brecklinghaus (Eichendorff-Schule), Eva Dietzsch (Grundschule Repelen), Charlotte Pontow, Luisa Mendritzki, Yasmin Yasar, Lars Maeding, Noah Schäepertön, Jakob Güldenberg und Luca Corona (Dorsterfeldschule Kapellen). Sie hatten Aufgaben wie diese zu lösen und mussten ihren Lösungsweg auch begründen: Aus einem Draht von einem Meter Länge wurde das Kantenmodell eines Würfels gebaut. Es blieb ein Reststück von 4 cm. Gib die Länge einer Würfelkante an. Hinweis: Schreibe auch auf, was du über Kanten im Würfel wissen musst, um zur Lösung der Aufgabe zu gelangen.

Seit 16 Jahren organisiert die Grundschule Eick die Matheolympiade der Moerser Grundschulen, auch MOM genannt. Der Wettbewerb ist eingebettet in die landesweite Mathematik-Olympiade für die Jahrgangsstufen 3 bis 13, die in diesem Jahr bereits zum 55. Mal durchgeführt wird. "In der ersten Runde konnten alle Kinder der Klassen 3 und 4 teilnehmen. Wer hier eine Mindestpunktzahl erreicht hatte, kam in die zweite Runde", erklärt Tea Somigli Jännert, die zusammen mit ihrer Kollegin Susann Röwerkamp den Wettbewerb in Moers koordiniert. "An unserer Schule bilden naturwissenschaftliche und technische Fächer einen Schwerpunkt. Je nach Kapazität bieten wir auch gerne entsprechende AG wie beispielsweise die Roboter-AG oder Mathe-Knobel-AG an", erklärt die Lehrerin. Ob alle Siegerkinder in die dritte Runde kommen, die am 16. April in Krefeld stattfinden wird, stehe noch nicht endgültig fest. "Die notwendige Punktzahl wird uns vorgegeben", sagt Somigli Jännert.

Der neunjährige Luca Corona aus Kapellen hofft natürlich, dabei zu sein. Aber auch jetzt kann er schon mächtig stolz auf sich sein. "Mathe fällt mir leicht", sagt er. "Und ist zusammen mit Sport mein Lieblingsfach." Deshalb wundert es nicht, was er sich wünscht: "In der dritten Runde auch gewinnen und einen neuen Kunstrasenplatz für unseren Fußballverein."

Quelle: RP
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