| 00.00 Uhr

Moers
Mörderische Tage mit Wilsberg und Co.

Moers. Das Krimifestival wird vom 20. Februar bis zum 12. März für Mordstage in Moers sorgen. Die Bibliothek hat ein Programm mit 16 Lesungen an schön-schaurigen Orten zusammengestellt. Es werden mehr als 2000 Zuhörer erwartet. Von Anja Katzke

Die beiden Krimi-Expertinnen der Moerser Bibliothek, Ursula Friebel und Almut Pleines, wissen, was gute Krimis brauchen: den perfekten Tatort. Für die insgesamt 16 literarischen Kriminalfälle, die vom 20. Februar bis zum 12. März in Moers verhandelt werden, suchten sie mit viel Liebe zum Detail die passenden Veranstaltungsorte. Das Romandebüt der jungen Autorin Melanie Raabe, "Die Falle", spielt zum Beispiel ausschließlich in einer Villa, die die Protagonistin seit Jahren nicht mehr verlassen hat. In Moers liest Raabe deshalb im Wohnzimmer des Antiquariats Küpperbusch aus ihrem Roman. Und die schöne alte Trauerhalle auf dem Friedhof Lohmannheide bietet einen stimmungsvollen Rahmen für Annette Wieners Krimi "Kaninchenherz" - das Frösteln ist inbegriffen: Obwohl die Kapelle beheizt ist, empfehlen die Veranstalter warme Kleidung.

Das Krimifestival findet 2016 zum fünften Mal statt. Die Moerser Bibliothek lädt mit Unterstützung der Sparkasse am Niederrhein alle zwei Jahre zu diesem Literatur-Marathon ein. Für 2016 konnten die Organisatoren auch wieder Fernseh-Prominenz nach Moers einladen. Mechthild Großmann, die viele Zuschauer als Staatsanwältin im Münsteraner Tatort kennen, eröffnet das Festival: Sie liest am 20. Februar in der Kundenhalle der Sparkasse am Niederrhein aus dem Roman "Der Schneeleopard". Dahinter verbirgt sich der 11. Fall des Ermittler-Teams Rizzoli & Isles von Tess Gerritsen. Vier Tage später, am 24. Februar, kommt Schauspieler Dominique Horwitz nach Moers und stellt im Schlosstheater seinen ersten Kriminalroman vor: "Tod in Weimar". Die Geschichte spielt in der Villa Gründgens, dem Weimarer Alterssitz für ausgediente Bühnenkünstler. Fürs krönende Finale der Krimitage sorgt Schauspieler Leonard Lansink mit Journalist und Schriftsteller Jürgen Kehrer. Dann gibt es in der Kundenhalle der Sparkasse am Niederrhein Wilsberg gleich im Doppelpack. In einer Mischung aus Lesung und Talk gewähren die beiden dem Publikum einen Blick hinter die Kulissen der Krimi-Reihe. Frisch von der Leipziger Buchmesse kommt Helene Tursten am 22. März in die Grafenstadt, um ihren neuesten Thriller vorzustellen. Die schwedische Bestseller-Autorin beschreibt in "Jagdrevier" den ersten Fall der jungen Polizistin Embla Nyström. Sie ist zur Elchjagd in ein abgeschieden liegendes Waldgebiet eingeladen, als mysteriöse Dinge geschehen.

Wer schon immer mal eine Pathologie von innen sehen wollte, sollte sich zügig ein Ticket besorgen. Wegen des sehr begrenzten Platzangebots in dem Institut für Pathologie am Krankenhaus Bethanien können an jeder der vier angebotenen Führungen jeweils nur zehn Personen teilnehmen. Sie lernen den Arbeitsalltag von Dr. med Maria Lieselotte Mlynek-Kersjes kennen und erfahren, dass Pathologie oft mit der Gerichtsmedizin verwechselt wird.

Die Krimifans dürfen sich darüber hinaus auf Schriftsteller wie Mechtild Borrmann, Elke Pistor, Herbert Genzmer, Gisa Pauly sowie Britta Bolt freuen. Letzterer Name ist das Pseudonym des Autorenduos Britta Böhler und Rodney Bolt. Sie stellen den Roman "Das Haus der verlorenen Seelen vor." In der Bibliothek findet zudem eine Lesung für Moerser Schulklassen am 29. Februar statt. Dort präsentieren Ursula Poznanski und Arno Strobel ihr erstes gemeinsames Buch "Fremd". Die Lesung ist für Schüler ab der achten Klasse geeignet. In Zusammenarbeit mit Wellings Romantik Hotel zur Linde lädt das Krimifestival außerdem zu einer kulinarischen Lesung mit Andreas Lange ein: Mord im Orient-Express. Serviert werden zum literarischen Leckerbissen Lammspieße, Minestrone, Coq au vin und Crème brûlée.

Tickets gibt es in der Moerser Bibliothek und in den hiesigen Buchhandlungen. Weitere Infos im Internet unter www.bibliothek-moers.de

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Moers: Mörderische Tage mit Wilsberg und Co.


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.