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Moers
Moers hilft Ehrenamtlern und Flüchtlingen

Moers. Der Bunte Tisch und die Agentur Berns entwickeln eine Heimatseite für die Flüchtlingsarbeit. Sie ist nun online.

Diese Web-Adresse sollte sich jeder merken, der sich in Moers irgendwie mit dem Thema "Flüchtlinge" befasst: www.moers-hilft.de. Nach einjähriger Vorlaufzeit haben Mitarbeiter des Bunten Tisches Moers gemeinsam mit Agentur-Chef Helmut Berns und unterstützt durch "Klartext für Kinder" eine Homepage entwickelt, die zur Schaltstelle für die Flüchtlingsarbeit in der Stadt werden soll. Seit heute ist die Seite im Netz.

Bereits vor einem Jahr hatte Berns mit dem Bunten Tisch Kontakt aufgenommen, als er gehört hatte, wie arbeitsaufwendig die Beantwortung vieler Anfragen und die Abstimmung der Hilfsangebote für den Bunten Tisch war. Als die Stadt der Organisation offiziell die Koordination der Flüchtlingsarbeit übertrug, nahm das Projekt www.moers-hilft.de Fahrt auf. Hayat Ketfi vom Bunten Tisch erstellte einen Fragebogen, der an alle in der Flüchtlingshilfe bekannten Organisationen und Personen ging. Diese Daten bilden das Grundgerüst für die Homepage. Die Angaben sollen sowohl Flüchtlingen nutzen, die Hilfe suchen, als auch Bürgern, die Hilfe anbieten wollen. So gibt es ein Menü zum Thema "Spenden". Öffnet man es, kann man Unterpunkte auswählen und sich dann zum Unterpunkt Textilien durchklicken. Ein weiterer Punkt in dieser Rubrik ist "Zeitspenden". Hier kann jemand seine Kontaktdaten lassen, der zum Beispiel Deutschunterricht erteilen möchte. Ein anderer Menüpunkt enthält Veranstaltungen, ein weiterer Kurse. Die Angaben erscheinen nicht automatisch auf der Seite. Sie werden von einem Mitarbeiter des Bunten Tisches überprüft.

Die Software ist so konstruiert, dass sie auf Mobiltelefonen, dem bevorzugten Kommunikationsmedium der Migranten, gut läuft. Zudem wurde ein Übersetzungstool eingearbeitet, so dass der Inhalt in 140 Sprachen verfügbar ist. Die Plattform soll allen Verbänden und Vereinen zur Verfügung stehen. Damit könnte auch ein Wunsch vieler Sportvereine in Erfüllung gehen, die sich bislang mit organisatorischen Fragen bei der Betreuung von Flüchtlingen schwertun.

Die sollen nach dem Wunsch von Agentur-Chef Berns bei Interesse in die ehrenamtliche Pflege der Seite einbezogen werden. Auf diese Weise könnten sie in Berns' Büro Agenturluft schnuppern.

(ock)
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