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Moers
Moers macht sich für kulturelle Bildung stark

Moers: Moers macht sich für kulturelle Bildung stark
Sie haben die Kulturrucksäcke schon gepackt: In Moers finden elf Projekte im Rahmen des Landesprogramms zur Kulturellen Bildung statt. FOTO: creich
Moers. Elf Projekte passen in diesem Jahr in den Moerser Kulturrucksack. Der Stadt stehen für die Realisierung 20.000 Euro zur Verfügung. Von Anja Katzke

Die Möglichkeiten, sich als Jugendlicher in Moers kulturell zu betätigen, sind groß. In diesem Jahr kommen elf weitere Projekte hinzu, die junge Menschen im Alter zwischen zehn und 14 Jahren an die spannende Welt der Kultur heranführen wollen: Foto- und Filmprojekte, Theater und Tanz, Musik und Malerei. Die Stadt Moers hat mit zehn freien Trägern einen Kulturrucksack gepackt, der es in sich hat. Der Kulturrucksack ist eine Initiative des Landes Nordrhein-Westfahlen, die kulturelle Bildungsangebote an außerschulischen Lernorten fördert. Die Stadt Moers nimmt von Anfang an, seit 2012, an dieser Initiative teil. 56 Projekte mit mehr als 40 Künstler und 25 verschiedenen Trägern wurden seither für die jungen Leute realisiert. Die Angebote sind kostenfrei. Die Stadt erhält vom Land jährlich 20. 000 Euro, die freien Träger geben einen Teil dazu.

Ein erstes Projekt startet bereits am heutigen Dienstag, läuft aber bis zum 12. Juni. "Interessierte können also noch einsteigen", sagt Andrea Zmrzlak, die ein Fotoprojekt für das Moerser Kinder- und Jugendzentrum Zoff leitet. Sie entwickelt zusammen mit den Teilnehmern eine Porträtreihe, die im Juni ausgestellt wird. Die Zweigstelle Repelen der Bibliothek beteiligt sich in den Osterferien mit einem Filmprojekt. Die Teilnehmer drehen einen Dokumentarfilm über ihren Stadtteil. Sie machen Interviews und erlernen Schnitttechniken. Das Kinder- und Jugendbüro bietet einen Tagtool-Workshop unter Leitung von Christian Spieß und Matthias Plenkmann an. Tagtool ist die moderne Variante von Graffiti. Arbeitsmittel ist ein iPad, auf dem gezeichnet wird. Die Ergebnisse des Workshops sollen mit einem Beamer auf die Fassade des Rathauses gebannt werden.

Regelmäßig bei den Projekten im Rahmen des Kulturrucksacks dabei ist die Moerser Theaterpädagogin Sigrid Nickel-Bronner. In diesem Jahr geht es in ihrem Projekt um Bewegungstheater zum Thema Flucht und Flüchtlinge. "Hier und da und mittendrin" - so lautete der Titel des Stücks, in dem die Akteure anonyme Fluchtpunkte auf dem Weg in ihre Heimat darstellen. Auch die Musikalische Gesellschaft realisiert ein Kulturrucksack-Projekt. Sie möchte Volkslieder mit den Kindern und Jugendlichen entdecken. Dazu spielt das Akkordeon. Dieses Musik-Angebot wird von Ute Dresler geleitet. Der Bunte Tisch Moers gibt jugendlichen Flüchtlingen im Rahmen des Projekts "Die bunte Arche" die Möglichkeit, ihren Handabdruck in Moers zu hinterlassen und damit in Erinnerung zu bleiben.

"Die Jugendlichen sind in Moers ja nur auf Durchreise. Sie warten darauf, in andere Unterkünfte verteilt zu werden", erklärt Projektleiterin Monika Liermann. Sie fertigt mit den Jugendlichen Bildercollagen, die später zu einer Arche zusammengesetzt werden sollen. Die Kinder malen nur mit Farbe und ihren Händen, so dass sie einen direkten Zugang zur Farbe und Leinwand bekommen. Das Projekt startet am 11. April in den Flüchtlingsunterkünften der Stadt Moers.

Das Schlosstheater lädt Jugendliche zu Theaterworkshops ein. "Wir bieten an, verschiedene Theatertechniken wie zum Beispiel Bühnenkämpfe kennenzulernen und auszuprobieren", erläutert Theaterpädagoge Holger Runge. Zum ersten Mal nimmt der SCI Moers teil. Er veranstaltet einen Workshop in den Herbstferien, der unter dem Arbeitstitel "Du kannst mich mal" steht. Musiker Tim Isfort und Kunstpädagoge Rüdiger Eichholtz erarbeiten mit den Teilnehmern in der Meerbecker Kinderakademie szenische Geschichten mit Musik. Infos zu allen Projekten findet man im Internet auf www.moers.de oder www.cuscoo.de.

Quelle: RP
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