| 16.26 Uhr

Drei verletzte Personen
Mann soll 37-Jährige mit Messer angegriffen haben

Moers-Repelen . In Moers-Repelen hat am frühen Donnerstagmorgen ein Mann offenbar eine 37-Jährige mit einem Messer attackiert. Der Ehemann der Frau eilte zur Hilfe. Es gab drei Verletzte, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Von Josef Pogorzalek

Es ist kurz vor sechs Uhr am Morgen, die Straßen sind menschenleer. Eine Frau sitzt im Auto vor ihrem Wohnhaus, als ein mit einem Messer bewaffneter Mann auf sie losgeht. Während sie versucht, den Angriff abzuwehren, schafft es die Frau, die Hupe ihres Wagens zu betätigen.

Anwohner, die den Lärm hören, alarmieren die Polizei. Und der Ehemann der Frau, ebenfalls aufmerksam geworden, stürmt mit einem weiteren Familienangehörigen aus der Wohnung auf die Straße, um seiner Frau zu helfen. Die Polizei rückt wenig später mit einem Großaufgebot an, zwei Notarztwagen sowie Rettungswagen werden ebenfalls herbeigerufen, denn die Frau erleidet bei den Messerangriff schwere Verletzungen. Auch ihr Angreifer wird im Handgemenge mit dem Ehemann so schwer verletzt, dass er zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden muss.

Die dramatische Szene spielte sich Donnerstagfrüh (die Polizei wurde um 5.44 Uhr alarmiert) vor einem Mehrfamilienhaus an der Eichendorffstraße in Repelen ab. Die Hintergründe der Tat, das Motiv des Angreifers, sein Verhältnis zu der Frau und deren Mann – all das liegt noch im Dunkeln. Nach RP-Informationen sind die Beteiligten türkischstämmig. Gerüchteweise ist von einer Beziehungstat die Rede, doch bestätigen konnte die Polizei dies Donnerstag ebenso wenig wie dementieren.

Die schwer verletzte Frau, sie ist 37 Jahre alt, wurde Donnerstag operiert und konnte noch nicht vernommen werden. Ihr Ehemann erlitt beim Kampf mit dem Angreifer leichte Verletzungen, auch ihn brachte ein Rettungswagen ins Krankenhaus, wo Ärzte ihn ambulant behandelten. Auch mit dem Ehemann habe die Polizei noch nicht sprechen können, sagte eine Sprecherin der Duisburger Polizei. Der 42-Jährige stehe seiner Frau im Krankenhaus bei. Selbst darüber, ob die Frau gerade mit dem Auto nach Hause zurückgekehrt war, oder ob sie wegfahren wollte, als sie angegriffen wurde, gebe es bislang keine Erkenntnisse, sagte die Polizeisprecherin.

Auch den Täter konnte die Polizei bis gestern Nachmittag noch nicht vernehmen. Er habe bei dem dem Kampf mit dem Ehemann Abschürfungen und leichte Stichverletzungen davongetragen und befinde sich noch im Krankenhaus. Es könne ein paar Tage dauern, bis die Ermittler mit ihm sprechen können. Sogar über die Identität des Täters wusste die Polizei bis gestern Nachmittag noch nichts zu berichten. Einen Ausweis habe der Mann nicht bei sich gehabt.

Die Ermittler gehen von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Die Staatsanwaltschaft Kleve ist eingeschaltet worden. Wie in solchen Fällen üblich, hat die Kripo Duisburg eine Mordkommission gebildet und die Federführung bei den Ermittlungen übernommen. Polizeibeamte waren gestern rund um den Tatort im Einsatz, um mögliche Zeugen zu vernehmen und die offenen Fragen zum Motiv und Hintergrund der Tat zu klären.

Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 0203 2800 beim Kriminalkommissariat 11 zu melden.

(csr)