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Moers
Moerser Arzt hilft in Tansania

Moers. Martin Bongartz zum Kolk reist an den Rand der Serengeti nach Ololosokwan.

Ololosokwan - das ist der Name eines kleinen Dorfs in Tansania. Ololosokwan, das ist der Ort, den Martin Bongartz zum Kolk, Oberarzt der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie im St.-Josef-Krankenhaus, in den nächsten Wochen kennenlernen wird.

Denn in Olosokwan am Rande der Serengeti gibt es ein kleines Krankenhaus, in dem Menschen aus ganz Tansania medizinisch versorgt werden - und in diesem Krankenhaus hilft der Moerser Oberarzt in den kommenden Wochen mit, kümmert sich um die Patienten vor Ort. Ins Leben gerufen hat dieses Projekt Prof. Martin Jörgens, Zahnarzt aus Düsseldorf. Unterstützung erhält es mittlerweile von "Action Medeor", lokalen Unternehmen in Tansania sowie privaten Spendern.

Ololosokwan liegt strategisch günstig, ist von vielen Städten aus einfach zu erreichen. Im Krankenhaus dort werden daher Menschen aus der gesamte Region mit den verschiedensten Erkrankungen und Verletzungen operiert. "Natürlich habe ich sofort zugesagt, als mich ein befreundeter Kollege gefragt hat, ob ich hier einspringen kann", so Bongartz zum Kolk. "Ich habe nur vage Vorstellungen, was auf mich zukommt", erklärt der Oberarzt weiter: "Alles, was unter den eingeschränkten Bedingungen in der Serengeti operiert werden kann."

Die Menschen aus Ololosokwan und den umliegenden Dörfern nehmen die medizinische Behandlung dankbar an. Angefangen hat das Projekt mit zahnmedizinischer Behandlung und ist mittlerweile auch auf allgemeine ärztliche Behandlung erweitert worden, erklärt das St.-Josef-Krankenhaus in seiner Mitteilung weiter.

Martin Bongartz zum Kolk ist seit 15 Jahren Facharzt für Chirurgie, und seit zwölf Jahren führt er alle unfallchirurgischen Operationen im St.-Josef-Krankenhaus durch, besonders spezialisiert ist er auf Schulteroperationen.

"Während meines Studiums habe ich in einem Militärkrankenhaus in Jakarta gearbeitet", erzählt Martin Bongartz zum Kolk, "das hast mir einen guten Einblick in die Medizin jenseits des deutschen Niveaus gegeben."

Quelle: RP
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