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Moers
Moerser Künstlerin beendet KILL-Projekt in der Altstadt

Moers. Ortrud Hein möchte "auf zu neuen Ufern", und hat sich kurzfristig entschlossen, das Projekt KILL (Künstler in leerstehenden Ladenlokalen) zu beenden: Die freischaffende Künstlerin stellt seit über vier Jahren ihre Kunstwerke in den Räumen der ehemaligen Buchhandlung Spaethe aus. Mitte Dezember ist damit Schluss.

Eine Kundin schlendert durch den Laden, bei Ortrud Hein hat sie schon das ein oder andere ausgefallene Geschenk gefunden. Heute entscheidet sie sich für zwei bemalte Kacheln und eine Brosche. Sie bedauert Heins Entscheidung, wünscht ihr für die Zukunft alles Gute. Den persönlichen Kontakt und die Gespräche zu den Moersern werde sie vermissen, sagt Hein.

In Zukunft möchte sie sich auf großformatige Kunstwerke fokussieren, dafür sei das Ladenlokal in der Altstadt nicht der richtige Ort: "Besonders die großen Bilder wirken hier nicht", sagt sie. Sie wünscht sich mehr freie Wände und besseres Licht. In der kommenden Zeit möchte sie ihre Bilder "auf Reisen schicken", nach Köln, München, Berlin. Das KILL-Projekt koste dafür zu viel Zeit: "Ich habe zwar nur zwei Tage die Woche geöffnet, aber die Schaufenster müssen ja auch immer neu dekoriert werden."

Das Projekt, mit dem die gebürtige Moerserin Kunst statt Leerstand in die Pfefferstraße bringen wollte, war ursprünglich nur auf sechs Monate ausgelegt.

Besonders wichtig ist es der Künstlerin zu betonen, dass nicht ein neuer Mieter der Grund für ihre Schließung ist: "Hier ist gar nichts geplant, ich gehe freiwillig hier raus, weil ich andere Pläne habe." Das hat auch das zuständige Immobilienbüro gestern bestätigt: "Es sind Bewerber da, es wurde aber noch kein Mietvertrag unterschrieben", sagte Sabrina Schmidt von Grüne & Co.

Noch bis zum 18. Dezember hat Ortrud Hein jeden Dienstag von zwölf bis 19 Uhr und samstags von elf bis 16 Uhr geöffnet.

(tak)
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