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Moers
Moerser Rockband präsentiert neues Album

Moers. Was Wenns Regnet haben ein neues Album: "Sprachmemomusik" funktioniert auch live. Von Jan Caspers

Seit wenigen Tagen ist das neue Album "Sprachmemomusik" der Moerser Rockband "Was wenns regnet" im Handel erhältlich. Im "Bollwerk 107" wurde die CD-Veröffentlichung am Samstagabend mit einem Konzert der Band gefeiert. Das Album haben Sänger Kiki Schülling, Bassist Bobo Schülling, Gitarrist Tim Grigoleit, Schlagzeuger Max Kupke und Gitarrist Heiko Dürr im "Redroom Recording Studio" in Rheinberg aufgenommen. Es ist beim Musiklabel "Quasilectric" erschienen, das die Brüder Kiki und Bobo Schülling im Jahr 2012 gemeinsam mit Bianca Eysenbrandt gegründet haben. Auch der Sänger und Gitarrist Sebastian Dey, der das Konzert im "Bollwerk 107" mit Songs wie "Erste große Liebe", "Nonsens", "Chemie" oder "Killer" musikalisch eröffnete, steht bei dem Rheinberger Label unter Vertrag.

Vor zahlreichen treuen Fans, die zur "CD-Release-Party" ins "Bollwerk" gekommen waren, spielte die Band im Anschluss an den Auftritt von Sebastian Dey nicht nur alle 13 Lieder des neuen Albums, sondern auch sämtliche Titel ihres Vorgängeralbums "Falsche Nasen", das 2013 erschienen war. Bei den Liedern "Suchtpotential", "Keine Fragen" oder "Sonnenbad", die allesamt auf der Vorgänger-CD zu finden sind, sangen die meisten Konzertbesucher jede Textzeile lautstark mit.

Was Wenns Regnet hat sich bereits im Jahre 2003 gegründet und ein Jahr später ihre erste EP mit dem Titel "Wo auch immer" herausgebracht. Nachdem sich die Gruppe 2006 aufgelöst hatte, machten einige Bandmitglieder zunächst als Cover-Band unter dem Namen "Weiß mit Hut" gemeinsam Musik, ehe sich die Musiker 2011 zu einer Reunion von "Was Wenns Regnet" entschlossen. Als Sänger Kiki Schülling 2014 an Depressionen erkrankte, mussten allerdings mehrere Konzerte abgesagt werden. Seine Gemütsschwankungen und Erfahrungen im Umgang mit der Krankheit hat Schülling in einigen Liedtexten verarbeitet.

Während der Sänger, der das Publikum im "Bollwerk" mit den Worten "Ich wollte gerade eigentlich noch FIFA 17 spielen, aber jetzt will ich doch lieber hier sein" begrüßte, in dem Lied "Gottgleicher Kaiser" eine maßlose Hybris entwickelt, beschreibt der Song "Nichts mehr von mir" das gegenteilige Extrem seiner manisch-depressiven Erkrankung. Bei Liedern wie "Traumtanzakrobat", "Besserwisser", "Barfuss durch die Wüste", "Guten Flug" oder "D.A.C.H.S.", die die Musiker bei ihrem sympathischen Auftritt im "Bollwerk" mit kraftvollen Gitarren-Riffs, treibenden Schlagzeug-Rhythmen und ausdrucksstarker Gesangsstimme vortrugen, zeigte sich schnell, dass die Band "Was wenns regnet" nichts von ihrer musikalischen Kreativität verloren hat.

Quelle: RP
 
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