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Moers
Moerser Spürnasen trainieren in Rheinberg

Moers: Moerser Spürnasen trainieren in Rheinberg
An den leuchtenden Warnwesten sind die Hundetrainer zu erkennen: Verena Rehbein mit Paula, Sylvia Tervoort mit Püppa, Eva Hackl von der Hundeschule DHK mit Babs und Dirk Dudda mit Ashati (von links). FOTO: Uwe Plien
Moers. Ausbilder der Hundeschule DHK aus Moers absolvieren die Man-Trailing-Ausbildung in Rheinberg. Von Nicole Maibusch

Immer der Nase nach hat sich "Paula" durch die verwinkelten Straßen geschnüffelt. Ihre (Übungs-)Mission: eine "vermisste" Person finden. Keine sechs Minuten hat die Golden-Doodle-Dame benötigt, bis sie Sylvia Tervoort im Eingang Orsoyer Straße 6 ausgemacht hatte.

"Paula ist erst seit einem halben Jahr in der Ausbildung und hat ihre Sache gut gemacht", zeigt sich Eva Hackl von der Moerser Hundeschule DHK ("Das Hunde Kompetenzzentrum") zufrieden. Sie war kürzlich im Rahmen der Man-Trailing-Ausbildung mit mehreren Hund-Herrchen/Frauchen-Teams unterwegs in Rheinberg. Die Trainer erkennt man an den leuchtend gelben Westen. Die überschaubare Innenstadt bietet ideale Rahmenbedingungen insbesondere für die Vierbeiner, die noch am Anfang der Ausbildung stehen. "Die Stadt ist nicht so groß, aber verwinkelt; und je verwinkelter, desto besser", sagt die Hundetrainerin, die die Schule zusammen mit ihrem Mann Christian Hackl in Moers-Schwafheim betreibt.

Beim Man Trailing lernen die vierbeinigen Spürnasen anhand eines "Individualgeruchs", häufig ein Kleidungsstück, die Fährte eines Menschen aufzunehmen und diesen zu finden. Im Ernstfall gilt es für die ausgebildeten Vierbeiner, beispielsweise weggelaufene Kinder zu finden, oder Senioren, die sich verirrt haben. "Was so spielerisch aussieht, ist in Wirklichkeit harte Arbeit für die Tiere", erklärt Eva Hackl, die ihren Hund Babs an einer langen gelben Leine durch die Stadt führt.

Die Hunde müssen aus einer Vielzahl von "Störgerüchen" die entscheidende Spur herausfiltern und konsequent verfolgen. Für "Paula" bedeutete das, sich nicht von der ungewöhnlichen Mischung aus Pizza-Duft und Auto-Abgasen irritieren und ablenken zu lassen. Die sommerliche Hitze setzte der Hündin bei der Suche außerdem zu. Je größer die Hitze, desto kräftezehrender der Einsatz. Schon unter Normalbedingungen gilt: "15 Minuten Man Trailing entsprechen in etwa einem zweistündigen aktiven Spaziergang", erläutert Hundetrainerin Eva Hackl.

Verena Rehbein, Frauchen von "Paula", sieht ihrer Hundedame die Erschöpfung nach der Suchaktion quasi an. "Sie ist platt und benötigt einfach eine längere Pause", sagt die Neukirchen-Vluynerin, die das Talent ihrer Hündin schon erkannte, als diese noch ein Welpe war. "Wir haben zuhause Leckerchen versteckt, die ,Paula' erschnuppert hat", erzählt Rehbein. Für sie und "Paula" ist Man Trailing allerdings nur ein Hobby, das Spaß macht.

Quelle: RP
 
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