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"Moersquake": Rockabilly vom Feinsten im Bollwerk

Festival: "Moersquake": Rockabilly vom Feinsten im Bollwerk
Die Foggy Mountain Rockers spielen am Samstag bei "Moersquake". FOTO: Bollwerk
Moers. Zum mittlerweile siebten Mal findet am Wochenende das "Rockabilly Moersquake" im Bollwerk statt. Es zählt inzwischen zu den bedeutendsten Zusammenkünften der Szene.

Als sich zu Beginn der 1950er Jahre an den Straßenecken britischer Großstädte Jugendliche in merkwürdig anmutenden Outfits versammeln, die Elemente des längst vergessen geglaubten, überzogen vornehmen Stils aus der Zeit König Edwards mit Rock'n'Roll-Frisuren und einem betont lässigen Habitus kombinieren, ahnt wohl niemand, dass eine der bis heute lebendigsten und beständigsten Subkulturen ihren Anfang nimmt: Der Teddyboy, kurz "Ted". Nahezu zeitgleich interpretieren in den USA junge Musiker den schwarzen Rhythm and Blues in ihrer eigenen Art und lassen aus einer Kombination mit Elementen des Country den Rockabilly entstehen.

Um diese Urform des Rock'n'Roll hat sich bis heute eine internationale Szenerie entwickelt, die in ihrer Vielfalt und puren Energie so einzigartig wie faszinierend ist und sich regelmäßig zum Feiern und Tanzen trifft - so auch seit nunmehr sieben Jahren in Moers.

Ursprünglich auf die Initiative einiger Moerser Rockabilles zurückgehend, die "einfach keine Lust mehr hatten, für jedes Treffen so weit fahren zu müssen", zählt das "Rockabilly Moersquake" heute zu den bedeutenden Zusammenkünften der Szene und lockt Besucher aus allen Teilen der Republik ebenso wie aus den Niederlanden, England oder Frankreich ins Bollwerk107.

Das "verflixte siebte Jahr" wird stilsicher am Freitag und Samstag, 13. und 14. April, mit gleich sieben Bands aus Großbritannien, Belgien, Deutschland und der Schweiz im Bollwerk 107 begangen:

Lawen Stark and The Slide Boppers (Freitag) kommen aus Belgien und sind seit 2006 in ganz Europa unterwegs. Als ihre größten Einflüsse nennen die Jungs Carl Perkins, Sonny Burgess, Hank Williams oder Faron Young. Ihr aktuelles Album "Boom Boom Boom" wurde aus dem Stand heraus Platte der Woche bei Belgiens größtem Rockradio "Classic 21".

Eddy and The Backfires (Freitag) gelten mit ihrem "wild, authentic Rockabilly" als einer der energetischsten Acts der Szenerie und bringen seit zehn Jahren Säle jeder Größenordnung mit purem Fifties-Lebensgefühl zum Kochen.

Aus Großbritannien reisen Jack Rabbit Slim (Samstag) mit ihrem ureigenen "Sleaze-A-Billy" an, der kompletten Packung reinsten Rock'n'Roll-Lifestyles mit schmierigen Frisuren, trashigen Tattoos und rattigen Hot Rods. In ihrer Heimat nicht nur von den Greasern heiß geliebt, beamt die Gang um Robert Buffoy den Rock'n'Roll geradewegs in die Neuzeit.

Die Foggy Mountain Rockers (Samstag) mit Homebase in Bonn gehören längst zu den Institutionen der Szene und konnten in ihrer mittlerweile 25-jährigen Bandgeschichte jedes wichtige Festival weltweit zu Begeisterungsstürmen hinreißen - das aktuelle Album zeigt stilsicher "Ein Herz für Teds".

Für pure Party stehen auch die Schweizer von The Royal Flush (Samstag), die am Samstagnachmittag bei freiem Eintritt in der Kneipe einheizen. "Wild und heiß, ganz einfach saftig", umreißt Sänger Räffu den mitreißenden Rock'n'Roll der seit 2007 aktiven Viererbande, die mit "Moonshine Truck" eine Szenehymne geschaffen hat.

Shorty Jetson and his Racketeers (Samstag) konnten sich in drei Jahren mit über 250 Konzerten in Australien, den USA und Europa in die Herzen er Szene spielen.

Rockabilly Moersquake, 13. April ab 21 Uhr, 14. April ab 19 Uhr, Bollwerk 107 in Moers.

Quelle: RP
 
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