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Mojazz-Festival
Musikalische Vielfalt bei der Premiere

Mojazz-Festival im Bollwerk 107
Mojazz-Festival im Bollwerk 107 FOTO: Dieker, Klaus
Moers. Wenige Wochen vor dem Moers-Festival fand am Freitagabend zum ersten Mal das Mojazz-Festival im Bollwerk 107 statt. Vier junge Bands aus Deutschland und den Niederlanden präsentierten sich dem Publikum. Von Jan Caspers

Die Musiker Jens Lammert und Felix Hecker haben das erste Mojazz-Festival gemeinsam organisiert. Die Idee, ein solches Festival zu realisieren, hatten die beiden Moerser erst zu Jahresbeginn. Lammert und Hecker nahmen Kontakt zu befreundeten Musikern und Bands auf, die sie unbedingt nach Moers lotsen wollten.

Die erste Ausgabe des Mojazz-Festivals eröffneten die beiden Organisatoren selbst - mit ihrer Band Slik Tiger, die erst im Februar 2016 gegründet wurde. Verstärkt wurde die Gruppe mit Bassist Hecker, Gitarrist Lammert, dem Schlagzeuger Stephan Dlugos, dem Keyboarder Jan Lammert sowie der Sängerin Eva Löser beim Auftritt im Bollwerk 107 vom Trompeter Stephan Geiger und dem Saxophonisten Moritz Schuster.

Als Gastmusikerin konnte die Gruppe die Violinistin Carolin Pook gewinnen, die derzeit Moerser "Improviser in Residence" ist. Bei den Liedern "Do you want to get high?", "Be cool" oder "What is you, what is me?" ergab sich durch die Besetzung eine interessante Mischung aus Gitarren-Pop und jazzigen Bläsersätzen.

Fortgesetzt wurde das Festival von der Band Pulsar Tales aus Köln. Auch hier trafen poppige Gitarrenklänge auf klassische Streichinstrumente und Jazz-Elemente bei den Blechbläsern. Der atmosphärische Elektro-Sound des Keyboards und die dunkle, volle Stimme der Sängerin Taya Chernyshova gaben der Musik darüber hinaus eine größere Vielfalt und klangliche Dichte.

Im Bollwerk 107 spielte die im vergangenen Jahr gegründete Band Pulsar Tales die Songs "Odyssey", "All the truths are not to be told", "Living Fantasy" und "Nothing in this world" aus ihrem ersten Album "One blurred disclosure", das Ende vergangenen Jahres veröffentlicht wurde.

Die Kölner Band kann bereits einige Festivalauftritte vorweisen und ist im letzten Jahr auf dem Farbton-Festival Köln, dem Kulturschock-Festival in Koblenz und dem Internationalen Jazz-Festival in Viersen aufgetreten. Der Headliner des  Mojazz-Festivals war allerdings die Band Marutyri aus Rotterdam, die seit September 2014 besteht und im vergangenen Sommer das Album "The Tribe" veröffentlicht hat. Neben Auftritten beim renommierten North-Sea-Jazz-Festival war die Band bereits mehrfach in der beliebten niederländischen Fernsehshow "De Wereld Draait Door" zu Gast.

Im Bollwerk 107 präsentierten die Musiker ihre innovative und progressive Instrumentalmusik. Neben Gitarren, Synthesizer, Schlagzeug und Percussion sorgten auch bei "Marutyri" Saxophon, Trompete und Posaune für einen vollen Blechbläser-Klang mit sanften Jazz-Elementen. Dabei zeichneten sich die Songs "Inner Movements" und "Stellar Kid" neben griffigen Gitarren-Riffs besonders durch eine Vielzahl von raffinierten Rhythmuswechseln, Synkopen und wirbelnden Schlagzeug-Soli aus. Auch ruhige Klavierpassagen, sphärische Synthesizer-Klänge und Elemente des Funk sorgten für eine ausgesprochen abwechslungsreiche Musikmischung. Mit dem Auftritt der Band Relaén aus Osnabrück, die Einflüsse des Jazz, Soul und Funk miteinander verbindet, endete das erste Mojazz-Festival schließlich weit nach Mitternacht.          

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