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Moers
Mordprozess: Angeklagter lässt Geständnis verlesen

Moers. Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer 31-jährigen Frau aus Moers hat der wegen Mordes angeklagte Ehemann sich jetzt zu den Vorwürfen eingelassen. Sein Verteidiger verlas am siebten Verhandlungstag eine Einlassung seines Mandanten.

Der 48-Jährige räumte ein, mit dem Messer zugestochen zu haben. Die Frau soll ihm zuvor gedroht haben, und es soll zum Gerangel gekommen sein.

Das Ehepaar lebte zu der Zeit schon getrennt, am Tattag war sie aus dem Frauenhaus nach Moers gekommen. Sie stritten sich um die Kinder. Während die Frau sich keiner Gefahr ausgesetzt sah, so die Staatsanwaltschaft, habe der Angeklagte das Messer aus der Küche geholt und im Ärmel versteckt, bevor er zustach. Die Frau war mit über 70 Messerstichen getötet worden, während sich die gemeinsamen Kinder in der Wohnung aufhielten. Nach der jetzigen Einlassung soll es allerdings zwischen den Stichen eine Unterbrechung gegeben haben, als der Sohn auf den Streit aufmerksam wurde. Die Frau habe ihren Ehemann dann trotz des Messers angegriffen. Erst danach will der Mann zugestochen haben.

Folgte das Gericht der Darstellung, könnte es sich bei der Tat auch um einen Totschlag handeln.

(bil)
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