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Moers
Mr. FDP, Otto Laakmann, wird am Montag 70

Moers. Kaum zu glauben, aber wahr: Am kommenden Montag wird Otto Laakmann, der langjährige Fraktionsvorsitzende der Moerser FDP, 70 Jahre alt. Die große Feier steigt aber schon zwei Tage vorher. Dann feuert er gemeinsam mit seinen Freunden vom Freundeskreis Bettenkamper Meer die Teilnehmer des Badewannen-Rennens an.

Der Bornheimer Bauernsohn war politischer Zögling des großen Moerser Liberalen, Karl Wiemann. 1979 wurde Laakmann zum ersten Mal in den Moerser Stadtrat gewählt. Der Lehrer, der vor seiner Pensionierung an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule unterrichtete, blieb ein überzeugter Anhänger der sozialliberalen Koalition, auch als die 1982 auf Bundesebene zerbrach.

Den Wechsel bekam die Moerser FDP zu spüren: Sie scheiterte 1984 bei den Kommunalwahlen in Moers an der Fünf-Prozent-Hürde. Das Gleiche widerfuhr ihr zehn Jahre später noch einmal. Seit 1999 sitzt er für die FDP ununterbrochen im Moerser Stadtrat und gestaltete als Mitglied der Moerser Kooperation aus SPD, Grünen und FDP die Politik in seiner Heimatstadt maßgeblich mit. Dass Laakmann mit in den Strudel der Spenden-Affäre um den ehemaligen SPD-Landesvorsitzenden Jürgen Möllemann gezogen wurde, trägt ihm in Moers heute keiner mehr nach. Stattdessen erfährt er viel Anerkennung für seinen ehrenamtlichen Einsatz für den Partnerschaftsverein, der die Beziehungen zwischen Ramla (Israel) und Moers pflegt.

Laakmann brauchte eine ganze Weile, ehe er das Wahlergebnis von 2014, das für SPD und Grüne zum Anlass wurde, die FDP aus der Kooperation zu kegeln, verdaut hatte. Aber inzwischen hat "der Otto, wie ihn seine Ratskollegen nennen, seinen Frieden auch mit dieser Situation gemacht.

(ock)
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