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Moers
Musiker laden Kollegen ein zur Session auf der Rheinfähre

Moers. Das Projekt "Stadt, Land, Fluss - Kultur" geht auf eine musikalische Rundreise von Moers über Geldern nach Kleve und Rheinberg.

Im Rahmen der vierten Folge des Kulturprojekts "Stadt, Land, Fluss - Kultur" kommt es zu einem internationalen Zusammentreffen: Der aktuelle Moerser Stadtmusiker Hayden Chisholm (Altsaxofon), der niederländische Perkussionist und Elektroniker Daniel Cross und der Moerser Bassist Tim Isfort begegnen sich dabei erstmals. Dieses Mal treffen sich die Künstler nicht in einer Residenz, sondern gehen auf musikalische Reise.

Sie beginnt in Moers im Fördermaschinengebäude Rheinpreußen Schacht IV (20. September, 11 Uhr) und geht am gleichen Tag weiter in die alte Saftmosterei auf Schloss Wissen, wo die niederländische Künstlerin Corine van der Werf eine Installation und Performance vorbereitet hat (20 Uhr). Das Lokal Harmonie in Duisburg-Ruhrort (22. September, 20 Uhr), das XOX-Theater in Kleve (23. September, 20 Uhr), und der ehemalige Wasserturm in Geldern mit seiner aktuellen Ausstellung der Turmstipendiaten (24. September, 20 Uhr) bieten in der Woche die Location für die weitere Begegnung der Musiker.

Zum Abschluss der Residenz von des Niederländers Daniel Cross ist am Samstag, 26. September, 15 Uhr, eine große Musikperformance auf der Rheinfähre Orsoy-Walsum geplant. Es sind alle Musiker aus der Region eingeladen, sich mit ihren Instrumenten an der Session zu beteiligen. Der gebürtige Neuseeländer Hayden Chisholm gilt derzeit einer der innovativsten Altsaxofonisten Europas und ein echter musikalischer Weltenbummler.

Er studierte in Köln, Japan und Indien, seine Stücke wurden von der BBC und dem WDR aufgenommen, als Solist unternahm er weltweite Tourneen. Er schreibt Filmmusik, kreiert Klanginstallationen, entwickelte in den 1990ern eine mikrotonale Sprache für Saxofon. Der niederländische Perkussionist Daniel Cross ist Chef des Utrechter "Rosa Ensemble", benannt nach dem brasilianischen Autor João Guimarães Rosa. Auch das Rosa Ensemble sucht laut Veranstalter das Unbekannte zwischen den Welten, zwischen ernster und leichter Musik, Akustik und Elektronik, Traditionellem und Experimentellem, Klassik, Pop, Installation und Theatermusik.

Wie Chisholm oder Cross gilt auch Tim Isfort als musikalischer Weltreisender und Grenzgänger - obwohl er letztlich in der Region geblieben ist. Musikalische Reisen führten ihn nach Myanmar, in den Kongo oder nach Weißrussland. Von Jazz über Pop bis zu experimentellen Projekten reicht seine musikalische Palette. Als Bassist, Theatermusiker, Komponist und Arrangeur arbeitet er mit verschiedenen Künstlern. Nachdem er einige Jahre das Traumzeit-Festival Duisburg geleitet hatte, gründete er später das alternative Duisburger Platzhirsch-Festival.

(aka)
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