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Moers
Musikschüler treffen sich zum Streicher-Gipfel

Moers. Erstmals präsentierten die Klassen der vier Violinlehrer mit den Cellisten der Musikschule ein gemeinsames Programm. Von Jutta Langhoff

Konzerte, in denen Schüler der Moerser Musikschule ihr Können öffentlich vortragen, gab es schon viele. Das Konzert, zu dem der Fachbereich "Streicher" am Samstag in den Kammermusiksaal eingeladen hatte, war allerdings etwas Besonderes. Denn unter dem Titel "Streichergipfel" präsentierten die Klassen der vier Violinlehrer Ludmilla Chramkova, Frederik Geene, Hartmut Gmiat und Anne Tochetti gemeinsam mit den jungen Cellisten von Lehrerin Sabine Günther-Richter zum ersten Mal ein gemeinsames Programm.

Zu hören waren dabei 25 verschiedene Kompositionen aus der Zeit des Barock bis hin zur moderaten Moderne mit jeweils zwei, beziehungsweise drei Violinen oder Violincelli, sowie Duette aus beiden Instrumenten, die meisten davon ohne Klavierbegleitung. Das Alter der jungen Interpreten lag zwischen zehn und 16 Jahren, wobei einige erst kurz, andere - wie die zehnjährige Paula und ihre gleichaltrige Freundin Ida - bereits seit drei Jahren Unterricht haben.

Sie hätten sich für die Geige entschieden, "weil sie so schön klingt", erklärten sie in der Pause zwischen den beiden knapp einstündigen Konzertteilen. Der neunjährige Yuki begann sogar schon vor vier Jahren mit dem Geigenspiel. "Unser Sohn hat damals den berühmten Violinstar David Garrett im Fernsehen gesehen und wollte von da an auch Geige spielen lernen", begründete Yukis Vater die besondere Beziehung seines Sohnes zum Geigenspiel. "Da meine Frau und ich finden, dass Musikunterricht eine sehr gute Konzentrationsübung ist, haben wir seinen Wunsch gerne erfüllt." In der Tat waren alle Konzertteilnehmer, sobald sie die Bühne betraten, hoch konzentriert. In der Regel wurde nach Noten gespielt. Die einzige Ausnahme bildete eine dreiköpfige Mädchengruppe im Alter zwischen sieben und neun Jahren aus der Violinklasse von Anne Tochetti. Dort besteht speziell für Anfänger die Möglichkeit, das Geigenspiel nach der so genannten "Suzuki-Methode" zu erlernen.

Eine Methode, bei der die Schüler zunächst noch keine Noten können müssen, sondern einfache Melodien erst einmal nur nach dem Gehör spielen, was in diesem Fall ganz wunderbar klappte. Den Abschluss des ersten "Streicher-Gipfels" an der Musikschule bestritt am Ende das Cello-Ensemble unter der Leitung von Lehrerin Sabine Günther Richter mit der bekannten Filmmelodie "The pink panther" des Komponisten Henry Mancini. "Wir hatten viele Proben für diesen Abend", verabschiedete der Teamleiter für Streich- und Zupfinstrumente, Ralf auf der Heiden, das Publikum nach dem großen Applaus.

Quelle: RP
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