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Moers
Nach Schüssen: Ermittlungen gegen Moerser Polizisten eingestellt

Moers. Nach den tödlichen Schüssen durch Polizisten auf einen 48 Jahre alten Mann am 17. Oktober in Moers am Bahnhof hat die Staatsanwaltschaft Moers die Ermittlungen inzwischen eingestellt. Das hat Staatsanwalt Arne Kluger gestern mitgeteilt. "Nach Abschluss der Ermittlungen, komme ich insbesondere aufgrund der Schilderungen der vor Ort befindlichen Zeugen zu dem Schluss, dass die Beamten keine andere, gleich geeignete Möglichkeit hatten, sich vor dem gegenwärtigen Angriff auf ihren Leib und ihr Leben zu schützen. Sie handelten damit zweifelsfrei in Notwehr", teilte Kluger gestern in Moers mit.

Nach Abschluss der Ermittlungen steht fest, dass ein 48-jähriger Iraner nach einem Verkehrsunfall die beiden Beamten mit einem erhobenen Messer angegriffen hatte. Die Polizisten schossen erst, nachdem der mann trotz mehrfacher Aufforderung sein Messer nicht fallen ließ und die Polizisten wegen eines parkenden Taxis keine Gelegenheit hatten, weiter zurückzuweichen. Vier Kugeln trafen den Mann. Eine prallte von seiner Uhr ab, drei trafen den Körper. Ein Schuss in die Brust war tödlich. Nach dem Vorfall waren die Beamten für kurze Zeit dienstunfähig geschrieben worden. Sie sollen das Ereignis den Umständen entsprechend gut verkraftet haben, teilte eine Polizeisprecherin mit. "Trotzdem ist es natürlich eine große Erleichterung, wenn das Verfahren jetzt eingestellt ist."

(sep/ock)
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