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Moers
Naturdenkmal im Stadtpark fällt Pilz zum Opfer

Moers. Mitarbeiter der Enni haben gestern eine 33 Meter hohe Sumpfzypresse im Moerser Schlosspark fällen müssen. Die Aktion war nötig geworden, weil bei einer Besichtigung eine Höhlung mit Pilzbefall im Wurzelwerk aufgefallen war. "Ein Gutachter hat den Baum in der vergangenen Woche besichtigt und festgestellt, dass er akut umsturzgefährdet war. Deshalb mussten wir umgehend handeln", berichtet Frank Brüggemann vom Fachdienst Grünflächen der Stadt. Der Pilz habe den Stamm praktisch von innen aufgefressen. Der mehr als 100 Jahre alte Gigant hatte an der dicksten Stelle einen Stammumfang von 3,26 und einen Kronendurchmesser von acht Meter.

Gestern Morgen wurde deshalb der Bereich um den Greef-Brunnen weiträumig abgesperrt. Dann beagannen Arbeiter damit den Baum von den Ästen zu entrappen. Als schließlich nur noch der Stamm übrig war, wurde der von oben mit Hilfe einer Hebebühne nach und nach abgesägt. Ein Fällen als Ganzes sei zu riskant gewesen, sagt Brüggemann. Bei so einem morschen Baum weiß man nie, in welche Richtung der fällt.

Der gefällte Baum trug eine Plakette mit der Nummer sieben, die ihn als Naturdenkmal auswies. Vor dem Fall der am Niederrhein sehr seltenen Zypresse gab es acht Bäume im Moerser Schlosspark, die auf der Naturdenkmalliste des Kreises Wesel stehen.

Übrig sind nun noch ein Gingko, eine Platane, zwei Blutbuchen, ein Mammutbaum, eine Roteiche und eine weitere Sumpfzypresse.

(ock)
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