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Moers
Neuer Chef für Josef-Krankenhaus

Moers: Neuer Chef für Josef-Krankenhaus
Geschäftsführer Ralf H. Nennhaus (rechts) mit seinem Vorgänger Heinrich Röwer (Mitte) und Aufsichtsratschef Wolfgang van Bebber. FOTO: KLaus Dieker
Moers. Ralf H. Nennhaus tritt die Nachfolge von Heinrich Röwer als Geschäftsführer der St.-Josef-Krankenhaus GmbH an. Er will das Haus weiter auf die Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft einstellen. Von Josef Pogorzalek

Die Menschen werden älter, entsprechend nehmen Alterskrankheiten zu. Die Bedeutung der Altersmedizin und Altenpflege wächst, die Nachfrage nach Hospizplätzen steigt, Palliativmedizin wird immer wichtiger. "Das sind alles Themen, die unsere Gesellschaft ansprechen", sagt Ralf H. Nennhaus. Und Themen, bei denen er das St.-Josef-Krankenhaus sehr gut aufgestellt sieht. Nennhaus, der gestern seinen Posten als neuer Geschäftsführer der St.-Josef-Krankenhaus GmbH angetreten hat, möchte das Profil des Hauses in dieser Richtung weiter schärfen.

Bereits im April war durchgesickert, das Nennhaus neuer Verwaltungschef am St.-Josef-Krankenhaus werden solle. Gestern nun hatte er seinen ersten Arbeitstag in Moers. Nennhaus (56, verheiratet, zwei erwachsene Kinder) kommt aus aus dem Rhein-Kreis Neuss. Dort hatte er zuletzt die Kreiskrankenhäuser Gervenbroich und Dormagen geleitet. Davor war er Personalleiter im St.-Alexius-Krankenhaus Neuss und Geschäftsführer des St.-Josef-Krankenhauses Wuppertal. Studiert hatte er Wirtschafts- und Organisationswissenschaften - bei der Bundeswehr, wo er sich nach dem Abi für zwölf Jahre verpflichtet hatte.

In seiner neuen Position wird Nennhaus Chef von 1200 Mitarbeitern an den Standorten Moers und Rheinberg (wo die GmbH ein Altenheim, ein Hospiz und eine Psychiatrie betreibt). Und er wird Nachfolger einer Institution: Henrich Röwer hat 33 Jahre lang die Geschicke der Krankenhausgesellschaft geleitet. Röwer will seinem Nachfolger bis Ende des Jahres helfen, sich einzuleben. "Einarbeiten muss ich ihn nicht", unterstrich gestern Röwer, der sich mit 66 auf seinen inzwischen überfälligen Ruhestand freut.

Von einem "nahtlosen Übergang" in der Geschäftsführung sprach gestern Wolfgang van Bebber, Aufsichtsratsvorsitzender der St.-Josef-Krankenhaus GmbH. So werde Nennhaus zunächst die wichtigen Dinge fortführen, die Röwer vorbereitet hat. Wie zum Beispiel die Errichtung eines 15 Millionen Euro teuren Anbaus mit Patientenzimmern, Untersuchungs- und Ärzteräumen. Die Patientenzahlen hätten sich in den vergangenen zwölf Jahren verdoppelt, derzeit werden pro Jahr mehr als 20.000 Kranke stationär am St. Josef behandelt. Mitte nächsten Jahres sollen die Bauarbeiten beginnen, die Fertigstellung ist für 2019 vorgesehen.

Auch zum Thema "älter werdende Gesellschaft" gibt es bereits eine Marschrichtung. "Wir werden uns auf demente Patienten einstellen, die mit normalen Krankheiten zu uns kommen", sagt Nennhaus, der Offizier der Reserve ist. Und er möchte es den Mitarbeitern des Hauses erleichtern, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Dabei gehe es nicht nur um Familien mit Kindern, sondern auch um die steigende Zahl von arbeitenden Menschen, die sich um ihre betagten Eltern kümmern müssen.

Ins Thema passt auch die Planung eines Hauses, in dem Menschen mit Demenz in betreuten Wohngruppen so selbstständig wie möglich leben sollen. Ob dieses Vorhaben in Moers oder in Rheinberg umgesetzt wird, stehe noch nicht fest, sagte Röwer gestern.

Quelle: RP
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