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Moers
Neues Enni-Zentrum: Baubeginn 2016

Moers: Neues Enni-Zentrum: Baubeginn 2016
Enni-Geschäftsführer Lutz Hormes und Hans-Gerd Rötters (von links) in der neu erworbenen Lagerhalle. FOTO: Reichwein
Moers. Noch in diesem Jahr möchte die Enni mit dem Bau für den neuen Kreislaufwirtschaftshof und das angegliederte Verwaltungszentrum beginnen. Gestern lud der Vorstand des Unternehmens zur Ortsbesichtigung. Von Jürgen Stock

Die Uhr auf dem Hof der ehemaligen Großschreinerei Hegger ist auf 18.09 Uhr stehengeblieben. Seit Jahren ist hier nicht mehr gearbeitet worden. Zeitweise waren Räume auf dem mehrere Fußballfelder großen Gelände an einen Moscheeverein und eine Rockergruppe vermietet worden. Doch seit die Enni den Komplex im vergangenen Jahr zum Preis von 1,9 Millionen Euro erworben hat, werden allmählich erste Anzeichen eines Neubeginns sichtbar: In einer rund 80 Meter langen Lagerhalle stehen die ersten Maschinen auf dem Enni-Fuhrpark und vor dem ehemaligen Hegger-Ausstellungsraum zeugt aufgewühlte Erde von frischen Rodungsarbeiten. Wenn alles gut geht, will die Enni noch Ende dieses Jahres mit Bauarbeiten für einen neuen Kreislaufwirtschaftshof sowie die dazu gehörenden Büros und Verwaltungsgebäude beginnen. Mitglieder des Verwaltungsrates konnten sich gestern an Ort und Stelle über das Projekt informieren.

Rund zehn Millionen Euro, schätzt Rötters, werde das Unternehmen für das Projekt in die Hand nehmen müssen. Die genauen Kostenentwürfe werden derzeit ermittelt und sollen dem Verwaltungsrat bis April vorgelegt werden. Rötters und sein Vorstandskollege Lutz Hormes haben einen ehrgeizigen Zeitplan: Obwohl noch interne Beschlüsse, Genehmigungen und internationale Ausschreibungen nötig sind, wird der erste Spatenstich bereits für Dezember 2016 anvisiert. Gelingt das, könnte das neue Gebäude der Verwaltung bereits 2018 bezogen werden. Ein Jahr später wäre dann der neue Kreislaufwirtschaftshof fertig.

Am liebsten wäre dem Vorstand, er könnte auf dem später vom Türenhersteller Cleve erworbenen Gelände ein neues Verwaltungsgebäude erstellen. Dann könnte die Verwaltung umziehen, sobald der Trakt fertig ist, ohne dass eine Zwischenlösung nötig wäre. Die Hegger-Produktionshallen, unter deren Dächern immer noch die Leitungen der Löschwasseranlage verlaufen, sollen weitgehen erhalten bleiben. Möglicherweise wird sie nicht nur die Enni nutzen, sondern auch das Moerser Schlosstheater, das auf der Suche nach einer Bleibe für seine Werkstätten ist. Rötters bestätigte gestern während der Besichtigung, dass es entsprechende Überlegungen gäbe.

Auch das markante Späne-Silo, ein runder Betonturm von gut 20 Metern Höhe, soll nicht abgerissen werden. In dem Turm, so war gestern zu hören, könne man beispielsweise auch sehr gut Streusalz lagern. "Und oben drauf kommt unser Logo", sagt Rötters.

Kernstück des aufwendigen Bauvorhabens wird der neue Kreislaufwirtschaftshof, dessen Fläche sich gegenüber dem jetzigen Zustand sich fast verdoppeln wird. Die Einfahrt soll aus dem Kreuzungsbereich verlegt werden, so dass gefährliche Rückstaus vermieden werden. Kunden können künftig ihre Abfälle von oben in Container werfen. Eine Etage tiefer können Lkw die Behältnisse direkt anfahren und herausziehen. Durch die Trennung des Bauhofbereichs von diesem Gelände soll sich zudem die Unfallgefahr verringern.

Ebenfalls noch in diesem Jahr will die Enni das neue Friedhofskonzept in Angriff nehmen. Das Erscheinungsbild der zehn Stadtteil-Friedhöfe soll so mittelfristig deutlich verbessert werden. Das Unternehmen sieht hier vor allem bei den erst 2009 übernommenen Gebäuden einen hohen Sanierungsaufwand.

Quelle: RP
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