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Rheurdt
Neues Spielgerät wird im Netz als "Knochenbrecher" kritisiert

Rheurdt. Ist ein neues Gerüst auf dem Spielplatz Burgstraße etwa instabil? Nein, sagt die Gemeinde. Es gebe aber Schäden, die vermutlich Vandalen angerichtet haben.

Ein neu aufgestelltes Spielgerät in Rheurdt hat für eine lebhafte Debatte in den sozialen Netzwerken geführt. Das Klettergerüst war jüngst auf dem Spielplatz an der Burgstraße aufgestellt worden, kommt aber bei manchen Besuchern offenbar nicht an.

Harte Kritik und Häme prasseln im Netz auf die Neuanschaffung nieder: Als "total instabil" wird es bezeichnet, als "wunderbarer Knochenbrecher für Kinder", als "total unsicher und kaputt auch schon". Eine Mutter berichtet: "Unser neunjähriger Sohn hat gesagt, er mag dieses Teil nicht, weil es so wackelig ist. Er hat es als ,blöd' eingestuft." Wobei einzelnen Nutzern noch andere Worte als "blöd" einfallen. Ein anderer Kommentator spottet: "Vielleicht ist es einfach nur Kunst und wird falsch verstanden?!" Wieder ein anderer schimpft: "Da stell' ich mir echt die Frage, wer von der Gemeinde so einen Müll da hinstellt."

Udo Hövelmans, Fachbereichsleiter der Gemeindeverwaltung, zeigte sich überrascht, als unsere Zeitung ihn gestern auf die kritischen Stimmen aufmerksam macht. Und er stellt sich die Frage, die sich auch die Polizei im Kreis Kleve regelmäßig stellt, wenn Probleme oder Auffälligkeiten lediglich im Netz gepostet werden: "Warum rufen uns die Leute nicht an?"

Hövelmans versprach, zeitnah jemanden zum Spielplatz zu schicken, der das Gerüst in Augenschein nehmen solle. Später meldete er sich mit Neuigkeiten: "Eine Kollegin hat den Anruf einer Mutter bekommen, die sich über Beschädigungen am dem Gerüst beschwert." Eine Überprüfung vor Ort habe ergeben, dass mehrere Gumminoppen von dem Gerüst abgerissen worden sind.

"Wir vermuten, dass Vandalismus vorliegt", sagt der Fachbereichsleiter. Solche Noppen lösten sich nicht von selbst, sie seien abgerissen worden. Die Behauptung, das neue Spielgerät sei wackelig und unsicher, kann die Verwaltung nicht bestätigen. Das Klettergerüst hat laut Udo Hövelmans die Gemeinde rund 12.000 Euro gekostet.

(s-g)
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