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Moers
Niederrheiner treten in die Pedalen

Moers: Niederrheiner treten in die Pedalen
Die ersten Fahrradfahrer radelten um 10 Uhr los. 70 Strecken zeigten die schönen Seiten des Niederrheins. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Zum 25. Niederrheinischen Radwandertag haben sich in Neukirchen-Vluyn so viele Menschen wie seit Jahren nicht mehr Starterkarten abgeholt. Die Stimmung war gut, Strecken und Rahmenprogramm kamen an. Von Ulrike Rauhut

Sie haben schon viele Wege in Deutschland erradelt, die Radsportfreunde der Sportgemeinschaft Neukirchen-Vluyn, die beim Startschuss auf dem Vluyner Platz an den roten Jacken zu erkennen sind. Entlang der Elbe oder durchs Ruhrtal war Franz Schrör in den vergangenen 25 Jahren unterwegs - "aber der Niederrhein ist einfach nicht zu toppen", sagt der bekennende Radwanderfan. Auch Lothar Röhring ist schon seit der Erfindung des Radwandertages vor 25 Jahren mit dabei. "Ich kenne jedes Schlagloch", witzelt der fitte Senior. Zwei-bis dreimal wöchentlich trifft sich die Gruppe, die sich 1988 nach einer Zeitungsannonce gegründet hat, und unternimmt gemeinsam Radtouren. Klar, dass die 20 Radler sich am Sonntag anschließen. "Wir genießen die Landschaft bei Sonne und bester Laune. Natürlich sammeln wir die Stempel ein, um an der Verlosung teilzunehmen", erzählt die Truppe. "Abstecher in die ein oder andere Kneipe gehören einfach dazu."

Rund 70 Fahrer trafen sich um 10 Uhr, um sich auf den Weg zu machen. Drei Routen wurden angeboten. Über Rheurdt ging es nach Kamp-Lintfort oder Moers nach Krefeld-Hüls. Orientieren konnten sich die Radfahrer an weißen Pfeilen auf dem Boden und detaillierte Wegbeschreibungen und Karten.

Bürgermeister Harald Lenßen freute sich über das optimale Radfahrwetter und wünschte einen vergnüglichen Tag. Sabine Wintjes vom Stadtmarketing hatte die Veranstaltung mit organisiert. Bis zum Nachmittag verteilte 240 Starterkarten - so viele wie seit Jahren nicht mehr. Wie im Taubenschlag ging es bei ihr zu, genauso an den anderen Stationen an Rhein und Maas. Die sportlichsten Fahrer waren ab 10. 30 Uhr von Krefeld aus in Vluyn angekommen, wohingegen die gemütlicheren erst gegen Mittag eintrudelten. Auch Fietser aus den Niederlanden hatten sich einen Rundweg ausgesucht. Beim Pavillon vom Kulturcafé konnten sie sich stärken und beim Stand von "Franks Radhaus" informieren. Um 17 Uhr wurden Preise von 14 Neukirchen-Vluyner Unternehmen unter allen verlost, die von mindestens drei Orten einen Stempel nachweisen konnten.

In Kamp-Lintfort hatte man sich ein Familienprogramm einfallen lassen. Auf dem Prinzenplatz konnte man Boule und Wikingerschach spielen. Auch hier waren die Biertische zur Mittagspause um 13 Uhr gut gefüllt. Etwa zwölf Familien hatten sich morgens auf die 25 Kilometer lange Route "17 K" gemacht. Um auch die Kleinsten bei Laune zu halten, gab es am Wandelweg "Gummistiefelweitwurf" und eine Kindertombola als Belohnung. Mit rund 190 Startern konnte eine Steigerung zum Vorjahr verzeichnet werden.

In Moers zeigten sich die Organisatoren hochzufrieden mit dem Tag. Mit einer Konfettikanone gab Bürgermeister Fleischhauer auf der Bühne am Neumarkt den Startschuss für 200 Fahrer, die um 10 Uhr starteten. Bis zum Nachmittag wurden 610 Starter gezählt. Die Meerbecker Karnevalsgesellschaft Lusticana verkaufte Kaffee und Kuchen. Für die Tombola hatten Moerser Fahrradhändler 20 hochwertige Preise wie Satteltaschen, Fahrradcomputer oder Schlösser zur Verfügung gestellt.

Quelle: RP
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