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Rheurdt
Pfadfinder engagieren sich auf vielerlei Weise

Rheurdt. Mit Pfadfindern verbinden viele den Satz "Jeden Tag eine gute Tat". Gilt diese Regel wirklich? "Wir halten nicht ständig Ausschau nach einer Oma, der wir über die Straße helfen können", sagt Julian Thielmann. "Aber wir vermitteln schon Werte wie Hilfsbereitschaft und Gemeinschaftssinn." Thielmann, 27 Jahre alt, ist Vorsitzender des Stammes St. Nikolaus Rheurdt der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg. Es ist einer der größten Stämme im Bezirk Niederrhein-Nord, und der wiederum ist der größte in Deutschland. Rund 210 Mitglieder haben die Pfadfinder in Rheurdt, nach Alter gestaffelt in Wölflinge, Jungpfadfinder, Pfadfinder und Rover. Diese Tradition, ebenso die typische Kluft, geht auf den Begründer der Pfadfinder (engl. "scouts") zurück, Robert Baden-Powell. Ursprünglich Offizier, widmete der Brite sich im Ruhestand der Gründung einer Bewegung für junge Leute, in der nationale Herkunft und soziale Schicht keine Rolle spielen sollten. Daher auch die Kluft, die nicht als Uniform gedacht war, sondern die Klassenunterschiede verschwinden lassen sollte. "Bei uns gibt es keine Pflicht, die Kluft zu tragen, das blaue Halstuch als Erkennungszeichen ist schon okay", sagt der Vorsitzende. Bei Gottesdiensten und anderen feierlichen Gelegenheiten wird die komplette Kluft aber gern gesehen. Von Stefan Gilsbach

Thielmann und Gruppenleiter Maurice Büchner (23) sind just aus der Südeifel zurückgekommen, dort fand das jährliche Ferienlager der Rheurdter Pfadfinder statt. 88 Kinder und 20 Leiter waren dabei. Fähigkeiten wie das Schichten von Feuerholz, das Bauen von Hütten und das Beherrschen nützlicher Knoten gehören immer noch zum Pfadfinderleben. Solches Können kommt allen Dorfbewohnern zugute, wenn die Pfadfinder sich um das Oster- und Martinsfeuer kümmern. Weitere Aktivitäten sind das alle zwei Jahre stattfindende "Adventsfenster" und Lebensmittelsammlungen für Osteuropa - in diesem Jahr soll Menschen in Weißrussland geholfen werden. Die nächste Veranstaltung der Pfadfinder ist der Familienabend am 5. September. Dann wird unter anderem der Film über das Ferienlager gezeigt.

Über Nachwuchs an Mitgliedern müssen die Rheurdter St.-Georgs-Pfadfinder sich nicht sorgen. Doch es werden noch Erwachsene gebraucht, die sich als Leiter engagieren. "Niemand wird dabei ins kalte Wasser geworfen", versprechen Thielmann und Büchner. Kontakt möglichkeiten finden Interessierte unter

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.dpsg-rheurdt.de

Quelle: RP
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