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Rheurdt
Pferdehalter bleiben weiter wachsam

Rheurdt: Pferdehalter bleiben weiter wachsam
Auf der Pferdewiese an der Rheurdter Straße in Oermten schlug ein Pferdequäler Mitte Juli zu. FOTO: Latzel
Rheurdt. Keine Hysterie, aber eine gewisse Verunsicherung herrscht nach den Fällen von Pferdequälerei.

Die Fälle von Pferdequälerei im Kreis Kleve und im Neukirchen-Vluyner Ortsteil Niep haben in den vergangenen Wochen für Aufsehen gesorgt. Auch in Oermten, in unmittelbarer Nähe der Gemeinde Rheurdt, wurde ein Tier durch einen Unbekannten misshandelt.

Herrscht seither bei den Pferdehaltern und Reitern in der Region Alarmzustand? Die Einschätzungen fallen unterschiedlich aus. Petra Tißen, die Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Rheurdt, hat den Eindruck, dass sich die Ängste unter den Pferdefreunden etwas gelegt haben. "Natürlich gehen solche Nachrichten rund, und es heißt: Haltet die Augen offen!" Aber nun habe man ja seit Mitte des Monats nichts mehr von neuen Fällen gehört. Auch Franz-Jakob Klein-Düllings, Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Tönisberg-Schaephuysen, berichtet, dass sich die Befürchtungen unter Reitern und Pferdebesitzern bislang in Grenzen halten. "Wir hatten ja jüngst ein Turnier, aber über dieses Thema wurde nicht groß diskutiert." Sorgen würden sich eher jene Pferdehalter machen, deren Tiere sich dauerhaft auf der Weide befänden, weniger solche, deren Pferde in Ställen untergebracht sind, meint Klein-Düllings.

Ähnlich sieht es auch der Rheurdter Norbert Paeßens, stellvertretender Vorsitzender, des Kreispferdesportverbandes Kleve: "Die Leute sind durch die Vorfälle schon verunsichert, vor allem jene, deren Pferde nicht in der Nähe untergebracht sind, gerade dann, wenn wieder von einem neuen Fall berichtet wird." Manche Halter trauten sich zurzeit nicht, die Tiere nachts auf die Weide zu lassen, andere sorgten dafür, dass die Pferde mehr in Nähe der Höfe weideten, damit sie dort besser beobachtet werden können.

Die Suche nach dem (oder den) Tätern gestaltet sich allerdings schwierig. Michael Ermers, Sprecher der Kreis Klever Polizei, sagt zum aktuellen Stand der Ermittlungen: "Es gibt bislang keine Neuigkeiten. Auch Zeugenaussagen liegen uns nicht vor." Wer etwas Verdächtiges bemerkt, kann sich unter 02831 1250 melden.

(s-g)
 
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