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Moers
Pferdequälerei: Polizei prüft Spekulation um Serientäter

Moers. Nach den schweren Verletzungen an einer Stute in Oermten machte die Polizei gestern noch einmal deutlich, dass sie davon ausgehe, dass ein Tierquäler für die Wunden verantwortlich ist. Dafür spreche auch, dass das Hinterteil des Pferdes mit einer Decke geschützt gewesen war, sagte die Moerser Besitzerin. Diese Decke war unbeschädigt. Hätte sich das Tier an einem Nagel oder Dorn selbst verletzt, hätte man das auch an der Decke sehen müssen. Auch für die Polizei deuten die tiefen Schnittwunden im Genitalbereich darauf hin, dass sie mit einem spitzen Gegenstand zugefügt wurden. Von Sebastian Latzel

Hinweise auf den Täter gebe es bislang nicht. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, so ein Polizeisprecher. Die Polizei prüft jetzt vor allem, ob es einen Zusammenhang mit zwei weiteren Tierquälereien in der Umgebung gibt. Es könnte sich um eine Serie handeln. Beide Vorfälle ereigneten sich in der vergangenen Woche. In Kalkar wurde ein 21-jähriger Hengst vermutlich mit einem Messer schwer verletzt. In Neukirchen-Vluyn hatte ein Unbekannter in der Ortschaft Niep ein Pony in seiner Box verletzt. Laut der Aussage eines Tierarztes wurde der 19 Jahre alten Stute ein Gegenstand in den Geschlechtsbereich eingeführt. "Die Verletzungen sind ähnlich, die Vorfälle passen durchaus zusammen", sagt der Polizeisprecher. Die Verletzungen hätten im Genitalbereich gelegen. Dass die Wunden beim Pferd in Kalkar am Gesäß lagen, könnte damit zusammen hängen, dass das Pferd sich zur Seite gedreht habe. Die Polizei hofft jetzt auf Zeugen.

Quelle: RP
 
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