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Moers
Pfingsten: Mittagskonzerte in Stadtkirche

Moers. Die Nebenreihen des Moers Festivals bieten vom 13. bis zum 16. Mai spannende Begegnungen mit Musikern. Neben Morning und Night Sessions gibt es einen neuen/alten Spielort: Die Stadtkirche öffnet wieder für die Mittagskonzerte. Von Anja Katzke

Die Turbulenzen haben sich gelegt: Das diesjährige Moers Festival kann dank des Garantievertrages mit der Stadt Moers stattfinden. Neben dem Hauptprogramm, das in der Konzerthalle am Solimare gespielt wird, hat Festivalchef Reiner Michalke drei Nebenreihen vorbereitet. Fester Bestandteil des Festivals sind die Morning Sessions auf dem Campus der Moerser Musikschule. Kurator ist Jan Klare.

Traditionell treffen sich zu den Sessions in den Morgenstunden die Musiker, die vor ihrem großen Auftritt in der Festivalhalle noch etwas Zeit haben. Die Sessions, zu denen der Eintritt frei ist, werden von Musikern und Zuhörern aufgrund des intimen Rahmens sehr geschätzt. Die Besetzungen werden immer kurzfristig während des Festivals bekannt gegeben. Die Morning Sessions finden Samstag, Sonntag und Montag (14., 15. und 16. Mai) statt.

Die langjährige Kooperation mit der Moerser Szenekneipe "Die Röhre" findet ihre Fortsetzung in den diesjährigen Night Sessions. Wenn das letzte Konzert in der Festivalhalle am Solimare verklungen ist, können Nachtschwärmer zur Weygoldstraße 10 weiterziehen. Dort werden sie jeweils ab Mitternacht von einer jungen Generation aufstrebender europäischer Musiker erwartet. Den Auftakt macht am Freitag, 13. Mai, das Schweizer Trio "Schnellertollermeier". Das sind die Musiker Andi Schnellmann (Bass), Manuel Troller (Gitarre) und David Meier (Schlagzeug). Die Luzerner bewegen sich kompromisslos zwischen Improvisation, brachialer Rockmusik und moderner Komposition.

Aus Norwegen reist das Duo "Not on the Guest List" an. Sängerin Natalie Sandtorv und Schlagzeuger Ole Mofjell gehören einer neuen Generation skandinavischer Musiker an, die laut Moers Festival "im weiten Feld des Avantgarde Pop genauso ihre gemeinsamen Wurzeln haben wie im zeitgenössischen Jazz und der freien Improvisation". Das Duo hat dieses Jahr sein Debüt-Album veröffentlicht und präsentiert am Samstag, 14. Mai, in der nächtlichen Röhre eine Konzertpremiere für Gesang, Schlagzeug und Gongs. Zum Abschluss der Night-Sessions am Sonntag, 15. Mai, spielt eine Formation aus Schweden in der Moerser Szenekneipe auf: "Doglife" ist ein energetisches Powertrio mit der Protagonistin Anna Högberg an Alt- und Bariton-Saxofon. Bassist Finn Loxbo und Schlagzeuger Marten Magnefors komplettieren das Trio, das das Publikum mit furiosen Improvisationskonzerten begeistern will. Kurator der Night Sessions@Röhre ist Lous Rastig.

Neuer Spielort ist die Stadtkirche. Bis 2010 war die Pfingstveranstaltung dort regelmäßig mit kleinen Konzerten zu Gast. Mit der Wiedereröffnung des Gotteshauses nach seiner langjährigen Sanierung kehrt auch das Moers Festival zurück - und zwar mit Mittagskonzerten, die jeweils um 13.30 Uhr beginnen. Es spielen Musiker aus dem Hauptprogramm: am Samstag, 13. Mai, die Cellistin Hildur Ingveldardottir Gudnadottir aus Island; am Sonntag, 15. Mai, der Gitarrist Stian Westerhus aus Norwegen, am Montag, 16. Mai, Kontrabassist Tim Isfort.

Moers Festival, 13. bis 16. Mai. Mehr über das Programm im Internet unter www.moers-festival.de

Quelle: RP
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