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Moers
Nach Insolvenz: Interessenten für PM-Park

PM-Mark Moers: Neue Interessenten nach Insolvenz
Im Februar 2014 fand die letzte Party im ursprünglichen PM statt. Der Andrang war groß. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Eine Gastronomiefamilie aus der Region hat ein starkes Interesse daran, Brasserie und Atelier zu übernehmen. Vor drei Monaten hatte der Betreiber Insolvenz angemeldet. Von Tanja Karrasch

Erst vor einem Jahr hatte Betreiber und Gründer Ulrich Weber die ehemalige Diskothek PM an der Franz-Haniel-Straße nach einem Umbau mit neuem Konzept eröffnet. Doch das zog nicht genügend Gäste an, Weber musste Insolvenz anmelden. Nun steht offenbar der Verkauf des PM-Parks bevor.

Es gebe mehrere Interessenten, sagte Insolvenzrechtsanwältin Ellen Horlebein. Am konkretesten seien die Verhandlungen mit einer hiesigen Gastronomiefamilie, die zunächst nur die Sportsbar Brasserie und das Atelier 2.0 übernehmen möchte. "Gewünscht ist eine sehr kurzfristige Lösung", so die Juristin.

Vor drei Monaten hatte Weber den Insolvenzantrag eingereicht. Zum 1. Oktober wurde das Verfahren am Amtsgericht Kleve offiziell eröffnet. Somit ging die Verfügungsbefugnis auf die Insolvenzverwalterin Tanja Bückmann über. Weber bleibt als Geschäftsführer zunächst weiter im Amt.

"Herr Weber ist jeden Tag im Betrieb und begleitet auch das Verfahren. Das PM ist sein Lebenswerk, und da hat er natürlich ein Interesse daran, dass es bei den Verhandlungen zu dem bestmöglichen Ergebnis kommt", erklärte die Rechtsanwältin. Besonders der Erhalt der Arbeitsplätze sei ihm wichtig.

Aktuell sind 13 Festangestellte und 62 Aushilfen im PM-Park beschäftigt. Kündigungen seien vorerst nicht vorgesehen, und die Angestellten würden am Ende des Monats ganz normal ihre Gehälter bekommen, versprach Horlebein.

Einige Angestellte hatten angesichts der ungewissen Zukunft auf eigenen Wunsch gekündigt. Vergangene Woche wurden die Mitarbeiter im Rahmen einer Betriebsversammlung über den aktuellen Stand informiert.

Wünschenswert sei auch eine Übernahme des gesamten PM-Parks, dafür habe es sogar Interessenten gegeben: "Es gibt allerdings kein schlüssiges Konzept, das eine kurzfristige Übernahme des gesamten Parks vielversprechend macht."

Da das jetzige Konzept nicht tragfähig ist, besteht Investitionsbedarf. "Ein eventueller Umbau, eine Konzeptüberarbeitung, Marketing und Werbung sind notwendig. Es müssen zukünftig wieder mehr Besucher kommen." Der Betrieb läuft bis zur Übernahme wie gewohnt weiter, geplante Veranstaltungen finden statt. So soll auch der Neustart des Übernehmers vereinfacht werden: "Sonst spricht sich schnell rum, dass das PM zu hat, und dann blieben nach der Neueröffnung noch mehr Besucher aus." Auch für Moers sei es eine Bereicherung, wenn das Gastronomie- und Unterhaltungsangebot ohne Unterbrechung bestünde.

Quelle: RP
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