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Moers
PM-Park: Verhandlungen gehen weiter

Party in Moers: 16 Jahre "PM"
Party in Moers: 16 Jahre "PM" FOTO: Hendrichs
Moers. Ein externer Mitarbeiter ist daran interessiert, den gesamten PM-Park gemeinsam mit einem Geschäftspartner weiterzubetreiben. Die Verhandlungen laufen noch, der Park bleibt weiterhin geöffnet. Von Tanja Karrasch

Die Zukunft des Moerser PM-Parks ist immer noch ungewiss. Eigentlich hatte die Insolvenzverwaltung eine Einigung zum Monatsende angestrebt, doch daraus wurde nichts. "Es werden immer noch Verhandlungen geführt, der Geschäftsbetrieb wird bis Ende November weitergeführt", sagt Rechtsanwältin Ellen Horlebein.

Dabei hatte es Anfang Oktober vielversprechend ausgesehen: Von konkreten Verhandlungen mit einer Gastronomiefamilie aus der Region war damals die Rede, die die Brasserie und das Atelier pachten wollte (wir berichteten).

Volles Haus, super Stimmung: Im PM-Park feierten die Besucher bis in die frühen Morgenstunden. FOTO: TONIGHT.de/Mirka Nilkens

Wie unsere Zeitung jetzt erfuhr, handelte es sich dabei um die Familie Vacilotto, die in Rheinberg das Restaurant Gleis 2 sowie eine Metzgerei betreibt. "Wir waren uns eigentlich schon einig", sagt Marcel Vacilotto. Dann habe es zu lange gedauert, sie wären immer wieder vertröstet worden. "Das hat dazu geführt, dass wir uns dagegen entschieden haben. Das Thema ist jetzt für uns erledigt." Stattdessen plant die Familie, einen "kleinen Laden" in der Moerser Altstadt zu übernehmen. Um welchen es sich genau handelt, wollte der Gastronom noch nicht verraten, denn die Verhandlungen dauern noch an. Es stehe aber zu 80 Prozent fest, so Vacilotto.

Für den PM-Park laufen nun vor allem die Verhandlungen mit dem Interessenten Dirk Murrnautzky, der gemeinsam mit einem Investor den gesamten PM-Park weiterbetreiben möchte. "Ich bin daran interessiert und die Gespräche laufen", so Murrnautzky. Angaben zu seinem Geschäftspartner wollte er nicht machen.

Moers: Der Bachelor verteilt Rosen im PM FOTO: TONIGHT/Ronny Hendrichs

Würde es zu einer Einigung kommen, bliebe das jetzige Konzept bestehen. "Das PM kennt jeder, das Objekt spricht für sich. Es ist ein Werbeding, das wieder nach vorne zu bringen", sagt der Mann, der bisher als externer Mitarbeiter für die Öffentlichkeitsarbeit des PM-Parks zuständig war. Momentan könne er nichts dazu sagen, woran es bisher gescheitert ist, so Murrnautzky. Der Fotograf aus Moers hält es für wichtig, den PM-Park als Einheit weiterzuführen: "Die einzelnen Bereiche sind ja auch baulich und technisch miteinander verbunden."

Rechtsanwältin Horlebein hofft weiterhin auf eine baldige Einigung. Angepeilt würde nun Ende November, nach Möglichkeit auch schon früher: "Das ist auch für die Arbeitnehmer wichtig, die natürlich eine Sicherheit haben wollen, wie es an ihrem Arbeitsplatz weitergeht."

Im August hatte der Gründer und bisherige Geschäftsführer Ulrich Weber Insolvenz anmelden müssen. Erst 2014 hatte er die ehemalige Großraumdiskothek nach einem Umbau und mit völlig neuem Konzept wiedereröffnet. Das sollte ein größeres Publikum anziehen, doch die erhofften Besucherzahlen blieben aus.

Nach Bekanntgabe des Insolvenzverfahrens blieb der PM-Park durchgängig geöffnet. Dadurch solle auch der Neubeginn des zukünftigen Betreibers erleichtert werden, so Horlebein.

Quelle: RP
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